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07.11.2012

15:33 Uhr

Syrien

Rebellen wieder auf dem Vormarsch

Die syrischen Rebellen sind im Umland von Damaskus wieder auf dem Vormarsch. Assad soll wegen der brenzligen Lage rund um die Hauptstadt schon seine Eliteeinheit zurückbeordert haben.

Am Mittwoch kamen nach Angaben von Regimegegnern 57 Menschen ums Leben. dpa

Am Mittwoch kamen nach Angaben von Regimegegnern 57 Menschen ums Leben.

Istanbul/KairoDer Bürgerkrieg rückt immer näher an Syriens Präsidenten Baschar al-Assad heran. Bei einem Granatwerfer-Angriff in der Nähe des Präsidentenpalastes in Damaskus kamen am Mittwoch nach Angaben staatlicher Medien mindestens drei Menschen ums Leben. Rebellen erklärten anschließend, der Beschuss habe einem nahe gelegenen Flughafen und dem Regierungssitz gegolten.

Die Regierungstruppen in der Hauptstadt wurden nach dem Angriff in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Sicherheitskräfte sperrten laut Augenzeugen alle Zufahrtstraßen. Auch Schulen seien geschlossen worden, hieß es.

Die Website All4Syria meldete, Assad habe wegen der jüngsten Geländegewinne der Regimegegner im Umland von Damaskus bereits die Republikanische Garde aus den Rebellenhochburgen Homs und Hama zurückbeordert. Mehrere Konvois der Spezialeinheit seien in den vergangenen zwei Tagen auf der Schnellstraße Homs-Damaskus gesichtet worden.

Am Mittwoch kamen nach Angaben von Regimegegnern 57 Menschen ums Leben. Die meisten Opfer habe es im Umland von Damaskus gegeben.

In dem Golfemirat Katar debattierten die Mitglieder des oppositionellen Syrischen Nationalrats (SNC) weiter über eine Umgestaltung ihrer Führungsgremien. Ein Teilnehmer des seit Sonntag andauernden Treffens sagte, 40 SNC-Mitglieder hätten sich um die Position des Vorsitzenden beworben. Wegen der vielen Bewerber werde sich die Wahl des neuen Vorsitzenden verzögern.

Am Donnerstag werden in Katar auch Oppositionelle erwartet, die nicht dem SNC angehören. Dann wird sich zeigen, ob es den Gegnern von Präsident Assad diesmal gelingen wird, sich auf eine gemeinsame Vision für die Zukunft Syriens zu einigen. Bei früheren Treffen der Opposition war dies an den Partikularinteressen der einzelnen Gruppierungen gescheitert.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Thomas-Melber-Stuttgart

07.11.2012, 16:47 Uhr

Müßte es nicht heißen: "Rebellen (tm) immer noch auf dem Vormarsch"? Oder waren sie (die sog. "Rebellen") zwischendurch auf dem Rückzug? Seltsam, das wurde gar nicht vermeldet. Nun ja, Anfang des Monats war wieder Löhnung, da muß man dann auch Leistung für bringen.

Account gelöscht!

07.11.2012, 17:28 Uhr

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