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26.12.2012

20:24 Uhr

Syrien

Regierung berät mit Russland über Friedensplan

Um mit Russland Gespräche über Friedenspläne zu beginnen, hat Präsident Assad seinen stellvertretenden Außenminister nach Moskau geschickt. Indes geht die Gewalt in dem vom Bürgerkrieg erschütterten Land weiter.

Kämpfer der Freien Syrischen Armee in Aleppo. Reuters

Kämpfer der Freien Syrischen Armee in Aleppo.

Beirut/Damaskus/AnkaraDie syrische Regierung will Kreisen zufolge mit Russland über Friedenspläne für das vom Bürgerkrieg erschütterte Land beraten. Präsident Baschar al-Assad habe dafür am Mittwoch seinen Vize-Außenminister Faisal Makdad nach Moskau geschickt, sagte ein Vertreter syrischer Sicherheitskreise. Makdad solle dort über Assads jüngste Unterredung mit dem UN-Sondergesandten Lakhdar Brahimi sprechen.

Während damit die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Konflikts eine neue Wendung nahmen, ging die Gewalt in Syrien unvermindert weiter. Im Norden des Landes wurden nach Oppositionsangaben durch Armeebeschuss 20 Menschen getötet worden, darunter mindestens acht Kinder.

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Der Vertreter der syrischen Sicherheitskräfte wollte sich mit Blick auf die Russland-Diplomatie nicht dazu äußern, ob ein konkreter Friedensplan geschmiedet wird. Aus Syrien-nahen Kreisen im Libanon verlautete aber, der Vize-Außenminister solle in Moskau Rat zu einer möglichen Friedensvereinbarung einholen.

Im Moskauer Außenministerium hieß es, Makdad werde am Donnerstag mit Ressortchef Sergej Lawrow und dem russischen Sondergesandten für den Nahen Osten, Michail Bogdanow, zusammenkommen. Russland hat Assad diplomatisch und militärisch unterstützt. Bogdanow selbst hatte aber Mitte Dezember eine Niederlage Assads für möglich erklärt.

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Der UN-Sondergesandte Brahimi war am Montag mit Assad zusammengetroffen. Brahimi hatte dabei nach eigenen Angaben dargelegt, wie der seit 21 Monaten andauernde Konflikt zwischen Aufständischen und Regierung aus seiner Sicht beigelegt werden könne. Zu konkreten Friedensplänen hielt sich Brahimi bedeckt. Der libanesische Vertreter sagte aber weiter, nach dem Gespräch mit Brahimi habe in der syrischen Regierung Zuversicht geherrscht. Es gebe eine neue, positive Entwicklung. Genauer äußerte sich der Libanese nicht.

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