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23.03.2011

03:25 Uhr

Protestanten in Deraa. Quelle: Reuters

Protestanten in Deraa.

DamaskusIn der Umgebung der Omari-Moschee war heftiges Gewehrfeuer zu hören.

Dabei seien am frühen Mittwochmorgen vier Menschen getötet worden, sagten Anwohner. Währenddessen erschallten überall laute Rufe „Gott ist groß“. Die Sicherheitskräfte stürmten offenbar den Komplex, sagte ein Anwohner. „Es ist nicht ganz klar, was vor sich geht, denn der Strom ist gekappt und es wird auch Tränengas eingesetzt.“

Syrische Oppositionelle berichten in der Nacht zum Mittwoch auf ihren Websites, dass sechs Demonstranten erschossen worden seien. Ihren Angaben zufolge eröffneten die Sicherheitskräfte das Feuer auf eine Gruppe von rund 300 Menschen, die sich in und um die Al-Omari-Moschee versammelt hatte.

20 Menschen seien verletzt worden, hieß es. Die Moschee in der südlich von Damaskus gelegenen Stadt war bereits in den vergangenen Tagen das Zentrum der Proteste gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad gewesen.

Die Demonstranten fordern größere politische Freiheiten und ein Ende der Korruption. Sie haben angekündigt, die Moschee erst zu verlassen, wenn ihre Forderungen erfüllt seien.

Vorige Woche haben Polizisten in Deraa vier Demonstranten getötet, als sie mit Waffengewalt gegen eine Protestkundgebung vorgingen. Ein elfjähriges Kind starb, nachdem es Tränengas eingeatmet hatte.

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