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22.07.2015

01:22 Uhr

Syrien

USA töten ranghohen Terroristen

Auf Muhsin Al-Fadhli hatten die USA ein Millionenkopfgeld ausgesetzt. Nun meldet das Pentagon den Tod des mutmaßlichen Anführers einer Terrorgruppe, die in Syrien Anschläge gegen die USA geplant haben soll.

Nach Aussagen des Verteidigungsministeriums ist den USA ein Schlag gegen Extremisten gelungen. dpa

Pentagon

Nach Aussagen des Verteidigungsministeriums ist den USA ein Schlag gegen Extremisten gelungen.

WashingtonDer mutmaßliche Anführer der radikalislamischen Chorasan-Gruppe ist nach US-Angaben bei einem Luftangriff in Syrien getötet worden. Wie das Pentagon am Dienstag mitteilte, starb Muhsin Al-Fadhli bereits am 8. Juli, als die US-geführte Koalition in der Nähe der nordsyrischen Stadt Sarmada sein Fahrzeug ins Visier nahm.

Nähere Informationen zu dem Luftschlag nannte Pentagon-Sprecher Jeff Davis nicht. Es war auch unklar, ob Al-Fadhli von einer Drohne oder einem besetzten Flugzeug getötet wurde. Al-Fadhli habe mit der Chorasan-Gruppe Anschläge gegen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten geplant, hieß es.

Die Extremistengruppe ist nach Überzeugung von US-Geheimdiensten ein Ableger der im syrischen Bürgerkrieg kämpfenden Al-Nusra-Front und unterhält Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida. Anders als die Al-Nusra-Front konzentrieren sich die Chorasan-Mitglieder demnach nicht auf den Kampf in Syrien, sondern auf die Planung von Terroranschlägen gegen westliche Staaten.

Al-Fadhli lebte zeitweise im Iran. Das US-Außenministerium hatte eine Belohnung von sieben Millionen Dollar (rund 6,5 Millionen Euro) auf seinen Kopf ausgesetzt. Sein Tod wurde fälschlicherweise schon einmal im Herbst 2014 gemeldet.

Al-Fadhli sei ein langjähriger Al-Kaida-Anhänger und habe vorab über die Terroranschläge vom 11. September 2001 Bescheid gewusst, erklärte das US-Verteidigungsministerium. Außerdem soll er in den Anschlag auf den französischen Öltanker "MV Limburg" im Golf von Aden verwickelt gewesen seien, bei dem im Oktober 2002 ein Seemann getötet und Dutzende weitere verletzt worden waren.

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