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11.04.2012

16:13 Uhr

Syrien

Waffenruhe wird immer unwahrscheinlicher

Eine Waffenruhe in Syrien ist nach erneutem Beschuss der Protesthochburg Homs durch die Regierungstruppen immer unwahrscheinlicher geworden.

Aus einem beschossenen Gebäude in Homs steigt Rauch auf. dapd

Aus einem beschossenen Gebäude in Homs steigt Rauch auf.

BeirutSyrische Truppen haben die Oppositionshochburg Homs auch am Mittwoch mit Mörsergranaten beschossen und damit die Hoffnungen auf eine Waffenruhe weitgehend zunichte gemacht. Auf Filmaufnahmen der Opposition im Internet war zu sehen, wie mit jedem Einschlag im Viertel Chalidija pulverisierte Trümmer hoch aufstoben.

Rauch und Staubwolken trieben über die Dächer der Stadt. Nach Angaben des Syrischen Beobachtungszentrums für Menschenrechte wurde ein Mensch bei den Angriffen getötet. Der Beschuss erfolgte nur wenige Stunden, nachdem Staatschef Baschar al-Assad dem Sondergesandten Kofi Annan erneut zugesichert hatte, er werde die Waffenruhe respektieren. In Washington wollten noch am Mittwoch die Außenminister der G8-Staaten über den Konflikt beraten.

Das syrische Militär trieb unterdessen seine Offensive gegen mehrere Protesthochburgen voran. Bei Razzien der Armee in Deir al-Sor im Euphrat-Tal im äußersten Osten des Landes seien zwei Menschen getötet worden, berichtete das in Großbritannien ansässige Beobachtungszentrum für Menschenrechte (SOHR). In der Küstenprovinz Latakia sei die Gegen Dschebel Akrad mit Artillerie beschossen worden.

„Hubschrauber kreisten am Himmel und die Armee verhinderte die Evakuierung von Menschen“, sagte der Leiter der Organisation SOHR, Rami Abdelrahman. „Es gibt Berichte über Häuser, die zerstört wurden, während sich die Familien noch darin aufhielten.“

In Deraa im Süden des Landes, wo der Aufstand vor 13 Monaten ausgebrochen war, strömten nach Aussage von Oppositionellen ganze Busladungen von Soldaten unterstützt von gepanzerten Fahrzeugen in die Stadt. Bei Razzien durchkämmten sie Haus für Haus.

Der Oppositionelle Omar al-Hariri sagte, er habe noch nie so viele Soldaten gesehen. „Die Armee nutzt die Waffenruhe aus, um mehr Dissidenten denn je festzunehmen, und die Sicherheitskräfte brennen die Häuser nieder“, klagte er.

Kommentare (1)

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observer

11.04.2012, 20:41 Uhr

Terroristen werden eingesetzt, um in unliebsamen Ländern Unruhe und Chaos zu verbreiten,
in Libyen,
Syrien
Iran.

Aber nicht nur dort, sondern auch bei den sogenannten Freunden, Partnern und Alliierten. Die Bundesregierung wurde schon mehrmals erpresst, entweder befolgt sie Befehle oder es passieren Terroranschläge in Deutschland. Dies erklärt die Terrorwarnungen, wie zum Beispiel im November 2010, wo Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte, es gebe konkrete Hinweise auf Anschläge. Islamisten planten einen Anschlag in Deutschland. Es gebe "konkrete Ermittlungsansätze und konkrete Spuren." Die Hinweise kämen von einem ausländischen Partner.

ie Bush-Regierung zahlte Geldbeträge an dissidente Gruppen im Iran, "für die Sammlung von Geheiminformationen und für Terroraktivitäten gegen das Regime," schreibt Hersh. "Einige von Amerika unterstützte Geheimoperationen im Iran gehen bis heute weiter, laut ehemalige und aktuelle Offizielle des Geheimdienst und Militärberater,“ berichtet Hersh.




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