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29.05.2012

22:16 Uhr

Syrien

Westerwelle fordert mehr Druck auf Assad

Gemeinsam mit seinen Kollegen aus Frankreich und der Türkei will Außenminister Westerwelle den Druck auf Damaskus erhöhen. In Syrien sollen am Dienstag erneut mindestens 30 Menschen getötet worden sein.

Außenminister Guido Westerwelle will den Druck auf Damaskus erhöhen. dapd

Außenminister Guido Westerwelle will den Druck auf Damaskus erhöhen.

Berlin/BeirutNach dem Blutbad im syrischen Hula hat sich Außenminister Guido Westerwelle (FDP) mit seinen Kollegen aus Frankreich und der Türkei darauf verständigt, dass der Druck auf Damaskus weiter erhöht werden müsse. Westerwelle habe mit dem französischen Außenminister Laurent Fabius und seinem türkischen Kollegen Ahmed Davutoglu telefoniert und deutlich gemacht, dass die Diskussion des Berichts des Syrien-Sondergesandten Kofi Annan am Mittwoch im UN-Sicherheitsrat eine „wichtige Wegmarke hin zu diesem Ziel sei“, erklärte das Auswärtige Amt in Berlin am Dienstag.

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Der Erklärung zufolge telefonierte Westerwelle auch mit dem Präsidenten des oppositionellen Syrischen Nationalrats, Burhan Ghaliun. Dabei brachte er seine „persönliche Anteilnahme für die zahlreichen Toten und Verletzten“ bei den Angriffen in Hula zum Ausdruck. Ghaliun habe die in diesem Zusammenhang erfolgte Ausweisung des syrischen Botschafters aus Berlin begrüßt. Bei dem Massaker von Hula waren am Freitag nach Angaben der UNO mehr als hundert Menschen getötet worden, die meisten von ihnen starben offenbar bei Massenhinrichtungen.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden allein am Dienstag landesweit erneut mindestens 30 Menschen getötet. Elf Menschen starben unter anderem in Homs, teilte das in London ansässige Zentrum mit. Vielerorts gab es demnach zudem schwere Zusammenstöße zwischen Rebellen und syrischen Regierungstruppen.

Von

afp

Kommentare (3)

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Thomas-Melber-Stuttgart

29.05.2012, 22:40 Uhr

Vielleicht könnte Herr Westerwelle sich auch einmal selbst ein Bild von der Lage verschaffen und mit der Opposition in (!) Syrien sprechen. Und bitte bringen Sie keine unbestätigten Meldungen mehr von dem "Zentrum" in London, das ist ja schon peinlich.

Wutbuerger

29.05.2012, 22:41 Uhr

Neue Brille?

Account gelöscht!

30.05.2012, 09:46 Uhr

Hinter Assad stehen mindestens 40 bis 50 % der Syrer. Wie viele stehen hinter den Islamisten???, denn es sind keine Freiheitskämpfer die für mehr Demokratie kämpfen, sondern es sind Islamisten die ein Regiem wie es in Saudi Arabien ist, errichten wollen. Nur Dummköpfe können so etwas wollen.

Da Westerwelle nun auch kein bisschen helle ist, weis und merkt er das auch nicht. Von Hollande will ich erst gar nicht sprechen, denn es war Frankreich das den Ayatollah Khomeini an die Macht gebracht hat. Alles schon vergessen, Herr Westerwelle? Frankreich und die USA schaffen im Nahen Osten nur Probleme. Und da stellt sich natürlich auch die Frage, kann es im Interesse Israels sein, wenn Islamisten in Damaskus die Macht über nehmen? Auf Assad konnte sich Israel bisher relativ gut verlassen.

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