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05.09.2013

23:36 Uhr

Syrienkonflikt

UN setzen weiter auf politische Lösung

Inmitten der Zuspitzung des Syrien-Konflikts und der Initiativen für einen Militärschlag drängt UN-Generalsekretär Ban Ki Moon weiter auf eine friedliche Lösung. Er fordert eine baldige Konferenz in Genf.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon lehnt einen Militärschlag gegen Syrien weiter ab und plädiert für eine baldige Syrien-Konferenz in Genf. dpa

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon lehnt einen Militärschlag gegen Syrien weiter ab und plädiert für eine baldige Syrien-Konferenz in Genf.

New YorkUN-Generalsekretär Ban Ki Moon lehnt einen Militärschlag gegen Syrien weiter ab und dringt auf eine rasche Einberufung der geplanten Syrien-Konferenz in Genf. „Es gibt keine militärische Lösung“, sagte Ban vor den anwesenden Staats- und Regierungschefs laut am Donnerstag verbreiteten Redemanuskript bei dem G20-Treffen in Sankt Petersburg. Auch Waffenlieferungen an die Konfliktparteien lehne er ab. Stattdessen sollten bei der bislang noch nicht terminierten Syrien-Konferenz in Genf, die so rasch wie möglich einberufen werden müsse, politische Lösungen gefunden werden.

Gemeinsam mit dem UN-Sondergesandten Lakhdar Brahimi wolle er beim G20-Gipfel mit „so vielen Staats- und Regierungschefs wie möglich“ über das Thema beraten, sagte ein Sprecher Bans am Donnerstag in New York. Brahimi war am Donnerstag auf Bitten Bans kurzfristig ebenfalls zu dem Gipfel gereist. Bei dem Treffen wollen die beiden die internationale Gemeinschaft auch um rund 4,4 Milliarden Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro) an zusätzlicher humanitärer Hilfe für Syrien bitten.

Merkel - Keine große Hoffnung auf G20-Einigung zu Syrien

Video: Merkel - Keine große Hoffnung auf G20-Einigung zu Syrien

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Ban unterstützte zudem den Ruf des Papstes nach Dialog sowie einem Fasten- und Gebetstag für Frieden in Syrien am Samstag. „Solche Gesten können einen wichtigen und hilfreichen Beitrag darstellen.“

Die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos reiste indes nach Syrien. Dort wolle sie sich mit syrischen Offiziellen treffen und Mitarbeiter der Vereinten Nationen vor Ort treffen, sagte der UN-Sprecher. Am Freitag will Amos bei einer Pressekonferenz von ihrer Reise berichten. In Syrien arbeiten nach wie vor mehr als 1000 Menschen im Dienst der UN.

Von

dpa

Kommentare (5)

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never_ever

06.09.2013, 01:03 Uhr

Syrien: Laut einem Militärblog befinden sich chinesische Kriegsschiffe auf dem Weg Richtung Syrien


China sent ships to the coast of the PLA Navy Syria
04.09.2013 / / 16:16 ·

Despite the fact that the political decision to send warships, apparently, it was decided a long time, we know about it is just now from unofficial sources. Thus, the Chinese military blog that specializes in articles about military equipment the United States, Russia and China, said that several Chinese ships already close to the shores of Syria, citing its sources in the PLA.

The authors openly admit that the ships would not be in any way involved in a potential conflict, but only observe the actions of NATO and Russian ships.

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Russland verlegt mehrere Kriegsschiffe in das östliche Mittelmeer vor die Küste Syriens
5.9. 17:37 - Echtzeitnachricht

Account gelöscht!

06.09.2013, 07:10 Uhr

Bei diesem Krieg geht es um die Eliminierung eines unliebsamen Verbündeten Rußlands und Irans und vor allem geht es um die Gas(-Versorgung Europas): Geldfelder im östlichen Mittelmeer und Gasleitungen durch Syrien von Katar oder aber von Iran. Darum geht es, nicht um Menschenrechte oder sonstige geheuchelte Gründe.

Und diese Motive sollten es jedem klar machen: die Aggressoren hier sind nicht Assad sondern die Herren des Öls und Petrodollars USA (mit Vasall EU) und ganz besonders Saudiarabien und Katar. Diese finanzieren (nach eigenen Angaben sogar) die ausländischen Söldnerarmeen, die den syrischen Bürgerkrieg simulieren und (da großenteils radikale Islamisten) unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Syrien Gräuel anrichten.

Ein Stop dieses Angriffskrieges durch die USA wäre sehr leicht möglich: sie müßten nur die Finanzierung für diese Verbrecher kappen.

Der Giftgasangriff ist aufgrund dieser Lage höchstwahrscheinlich durch die Rebellen durchgeführt worden, als False-flag um eine Vorwand für US-Bombadierung zu schaffen. Sie (bwz. ihre Finanziers) sind es, die ein Motiv dafür haben, Assad hat ein extrem starkes Motiv, dies nicht zu tun: das Überleben seines Regimes bzgl gewisser "roter Linien". Schon aus diesem Grund, der Motivlage, liegt die Beweislast auf der Seite der Aggressoren, insbesondere der USA.

Darüberhinaus gibt es auch schon eine Menge Hinweise auf eine Schuld der "Rebellen" und ihrer Hintermänner in Saudiarabien (ich habe das schon mehrfach verlinkt, insbesondere stammt das Gas früherer Vorfälle offenbar laut UN aus Saudiarabien, AP-Korrespondentin Gavlak hat diese Info auch direkt von den Rebellen).

Vielleicht sollte die UN mal dieser Spur gründlich nachgehen. Dann dürfen am Ende die USA das Haus Saud von der Macht bomben.

Bezeichnend ist auch, daß überhaupt nicht diskutiert wird, daß die USA offenbar so etwas wie die Luftwaffen von Al-Kaida werden will - dem angeblichen Todfeind der USA, der das Land nach 9-11 den Krieg erklärt hat.

Account gelöscht!

06.09.2013, 10:41 Uhr

Nachtrag: ist es eigentlich Assad der hinter dem 9-11-Angriff steht oder Al-Kaida?

Wenn es nicht Assad war, dann ist völlig unverständlich, warum seine Regierung die volle Wut der US-Luftwaffe abbekommen soll und nicht Al-CIAda, die ja offiziell dahinterstecken sollen. Haben die USA nicht einen kleinen Terrorkrieg am laufen und damit anderes zu tun, als sich in die Angelegenheiten souveräner Staaten einzumischen und dort mittels Saudi/Katar-Milliarden und Privatarmeen Unruhe und Leid zu stiften? Und wenn das nicht reicht, dann unter Vorwand gleich mal loszubomben?

Überhaupt! Was ist eigentlich aus dem War ON Terror geworden. Irgendwie haben die USA das Interesse daran verloren. Seit es damals nicht geklappt hat, Saddam Hussein mit "Al-Kaida" in Verbindung zu bringen und die US-Propaganda auf "weapons of mass destruction" umschwenken mußte, hört man eigentlich nicht mehr viel vom "War OF terror" der USA. Im Gegenteil, in Syrien und vorher in Libyen unterstützen die USA OFFEN Terroristen (und zwar von "Al-Kaida").

Auch um 9-11 ist es ruhig geworden, schon die 10 Jahresfeier war ziemlich leise gehalten. Also: wenn man ein solch böser "Verschwörungstheoretiker" wäre, dann kämen einem jetzt ziemlich naheliegende Gedanken.....

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