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22.12.2016

10:47 Uhr

Syrienkrieg

Evakuierung Aleppos läuft weiter

Nachdem die Evakuierung Aleppos kurz gestoppt wurde, geht sie nun weiter. Eine Meldung der Beobachtungsstelle für Menschenrechte sorgte für kurzzeitige Verwirrung. Diese wurde von der Uno allerdings dementiert.

Neuausrichtung der Koalition

Der Vormarsch auf Mossul gerät ins Stocken

Neuausrichtung der Koalition: Der Vormarsch auf Mossul gerät ins Stocken

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Genf/AmmanDie Evakuierung der syrischen Metropole Aleppo ist am Donnerstag schleppend vorangekommen. Noch immer harrten Tausende Zivilisten und Kämpfer im Osten der Stadt aus, sagte ein Sprecher der Rebellen der Nachrichtenagentur Reuters. In der Nacht und am Morgen hätten weitere 20 Busse und mehr als 600 Privatfahrzeuge die Stadt verlassen. Ein UN-Mitarbeiter in Syrien sagte Reuters ebenfalls, noch immer verließen Menschen Aleppo. Am Abend hatte es widersprüchliche Angaben zum Stand der Evakuierung gegeben. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, die letzten Aufständischen hätten die Stadt verlassen. Die UN bestätigte dies ausdrücklich nicht.

Der Osten der Stadt war jahrelang in der Hand der Rebellen. Zuletzt rückten jedoch Regierungstruppen mit russischer Unterstützung immer weiter vor. Nun sollen die Rebellen und Zivilisten aus den letzten Enklaven abziehen, bevor die Armee komplett die Kontrolle übernimmt. Früheren Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz zufolge haben mindestens 25.000 Menschen diese Möglichkeit genutzt. Parallel dazu wird die Bevölkerung aus zwei Dörfern in Sicherheit gebracht, die von Rebellen belagert werden.

Beide Seiten machten sich in den vergangenen Tagen gegenseitig für die jüngsten Verzögerungen verantwortlich. Zudem weisen Rebellen auf einen Schneesturm im Norden Syriens hin. Helfer vor Ort berichten von Menschen, die stundenlang bei Eiseskälte in ungeheizten Bussen warten müssen.

Die Einnahme von ganz Aleppo wäre ein Sieg für Präsident Baschar al-Assad und seine russischen Verbündeten. Allerdings halten die Rebellen noch weite Landstriche in Syrien. Dort ist zudem die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) präsent. Der Bürgerkrieg tobt seit fast sechs Jahren. Hunderttausende Menschen sind ums Leben gekommen, Millionen sind auf der Flucht.

Von

rtr

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