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10.09.2014

01:46 Uhr

Syrische Rebellen

Uno-Blauhelmsoldaten sollen bedingungslos freikommen

Versprechen zur bedingungslosen Freilassung: Syrische Rebellen wollen die gefangenen Uno-Blauhelmsoldaten noch diese Woche in die Freiheit entlassen. Zuvor hatten die Aufständischen drei Forderungen gestellt.

Die 45 Uno-Blauhelmsoldaten aus Fidschi sollen noch in dieser Woche freikommen, erklärte der Militärchef Mosese Tikoitoga. ap

Die 45 Uno-Blauhelmsoldaten aus Fidschi sollen noch in dieser Woche freikommen, erklärte der Militärchef Mosese Tikoitoga.

SuvaDie von syrischen Rebellen entführten 45 Uno-Blauhelmsoldaten aus Fidschi werden noch in dieser Woche bedingungslos freigelassen. Wie der fidschianische Militärchef Mosese Tikoitoga am Mittwoch bekanntgab, hätten die Aufständischen einer Freilassung zugestimmt.

Die Truppen aus Fidschi waren am 28. August bei Kämpfen auf den Golanhöhen von der radikalislamischen Nusra-Front gefangen genommen worden. Die Aufständischen hatten daraufhin drei Forderungen zur Freilassung gestellt.

Die einflussreichsten Rebellengruppen in Syrien

Islamische Front

Sie ist ein Zusammenschluss aus sechs großen islamistischen Gruppen. Die Islamische Front ist vermutlich die größte Rebellenallianz in Syrien und verfügt über 40.000 bis 50.000 Kämpfer. Ihre Mitglieder sind sunnitische Extremisten, die einen islamischen Staat in Syrien errichten wollen. Die Haltung der Islamischen Front gegenüber den Extremisten von IS ist ambivalent. Teile der Gruppe unterstützen aber den Kampf gegen sie.

Nusra-Front

In der einflussreichen Rebellengruppe sind sowohl syrische als auch ausländische Extremisten aktiv. Sie ist von Al-Kaida offiziell als Ableger in Syrien anerkannt. Die Nusra-Front hat als erste Gruppierung in Syrien Selbstmord- und Autobombenanschläge in Stadtgebieten verübt. Sie kämpft für einen islamischen Staat, hat zwischen 7000 und 8000 Anhänger und arbeitete bislang eng mit der Islamischen Front zusammen.

Islamischer Staat

Die Gruppe wurde von abtrünnigen Mitgliedern der Nusra-Front gebildet und vereinigte sich mit dem Al-Kaida-Ableger im Irak. Früher nannte sie sich Islamischer Staat im Irak und der Levante (Isil). Angeführt wird IS von Abu Bakr al-Baghdadi, der die Forderung der Al-Kaida ignorierte, den Schwerpunkt der Aktivitäten auf den Irak zu legen. Anfang des Jahres kappte Al-Kaida die Verbindungen zur IS, die als die militanteste Extremistengruppen in Syrien gilt.

Zunächst hatte die Gruppierung unter anderem wegen ihrer strikten Haltung gegen Plünderungen einen Großteil der syrischen Bevölkerung auf ihrer Seite. Dies änderte sich, als sie begann, Kritiker zu entführen und zu töten.

Derzeit kämpft IS an mehreren Fronten - gegen rivalisierende Rebellen in Syrien und gegen die Kurden im Nordirak. Die Gruppe soll über 6000 bis 7000 Kämpfer verfügen. Im Irak wird sie durch Zehntausende Kämpfer sunnitischer Stämme unterstützt, die von der Zentralregierung in Bagdad enttäuscht sind.

Syrische revolutionäre Front

Die Allianz aus weitgehend nicht ideologisch geprägten Rebellen-Einheiten formierte sich im Dezember. Das Rückgrat der Gruppe bildet die Syrische Märtyrer-Brigade, eine einst einflussreiche Gruppe aus der nördlichen Provinz Idlib unter Führung von Dschamal Maruf. Ihm war von rivalisierenden Rebellengruppen vorgeworfen worden, für den Aufstand bestimmtes Geld in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Die Anhänger der revolutionären Front sind weitgehend moderate Islamisten. Finanziell unterstützt wird die Gruppe vermutlich von Golfstaaten wie Saudi-Arabien.


Mudschaheddin-Armee

Sie bildete sich zu Jahresbeginn aus acht syrischen Gruppen und startete eine Offensive gegen die Extremisten von IS. Die Allianz ist moderat islamistisch und hat nach eigenen Angaben rund 5000 Mitglieder.


Höchstes Militärkommando

Es handelt sich um eine moderate, nicht ideologische Gruppe. Sie wird von westlichen Ländern wie den USA unterstützt. Auch die Türkei und die arabischen Golfstaaten stehen auf ihrer Seite. Sie hat niemals den Eindruck ausräumen können, dass ihre Führung aus dem Ausland kommt.

Zum einen wollten sie von der Terroristenliste der Vereinten Nationen gestrichen werden, zweitens forderten sie humanitäre Hilfe für Teile der syrischen Hauptstadt Damaskus und drittens eine finanzielle Entschädigung für die Tötung dreier Kämpfer bei einem Gefecht mit Uno-Offizieren.

Von

ap

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