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17.04.2015

22:00 Uhr

Tagung IWF und Weltbank

G20 optimistischer über Weltwirtschaft

Moderates Wachstum, ausgewogenere Risiken global betrachtet und ein insgesamt eher optimistischerer Blick in die Zukunft. So sehen die G20-Finanzminister die Entwicklung der Weltwirtschaft.

Der türkische Wirtschaftsminister Ali Babacan auf der Pressekonferenz der G20 auf der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington DC. AFP

Frühjahrstagung von IWF und Weltbank

Der türkische Wirtschaftsminister Ali Babacan auf der Pressekonferenz der G20 auf der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington DC.

WashingtonDie führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) sehen die Weltwirtschaft insgesamt auf Erholungskurs. „Die Risiken für den globalen Ausblick sind ausgewogener“, heißt in einer Erklärung der Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Gruppe, die am Freitag in Washington veröffentlicht wurde. „Wir begrüßen die stärkere ökonomische Aktivität in einigen wichtigen Volkswirtschaften, aber das Wachstum bleibt moderat.“

Die Gruppe bekräftigte am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank, durch Strukturreformen die Nachfrage und das potenzielle Wachstum in der Welt ankurbeln zu wollen. Dabei sollen gleichzeitig die Schulden in Zaum gehalten werden.

"Die Risikolage für die Weltwirtschaft ist weniger ausgeprägt seit unserem letzten Treffen", heißt es in der Erklärung. "Die kurzfristigen Aussichten für die Industrieländer, namentlich die Euro-Zone und Japan, haben sich in jüngster Zeit verbessert." Zugleich verzeichneten die USA und Großbritannien weiter ein gesundes Wachstum, das auch die Konjunktur weltweit voranbringe. In den Schwellenländern bleibe das Wachstum vielerorts stark, wie etwa in China und Indien, aber insgesamt ungleichmäßig.

In der Abschlusserklärung nach dem Treffen werden auch aktuelle Gefahren für die globale Konjunktur genannt. Risiken seien etwa große Währungsschwankungen, eine langanhaltende geringe Inflation und geopolitische Krisen. Die G20 sprachen sich erneut dagegen aus, die Wechselkurse zu beeinflussen, um die Konjunktur anzukurbeln.

Die Notenbanken rief die Gruppe auf, bei ihrer Geldpolitik Vorsicht walten zu lassen, um Verwerfungen an den Märkten zu vermeiden. Vor allem eine mögliche bevorstehende Zinserhöhung der US-Zentralbank geriet dabei in den Blickpunkt. „Die Federal Reserve kommuniziert viel besser als früher, was ihre künftige Politik sein könnte“, sagte der türkische Wirtschaftsminister Ali Babacan. Um negativen Folgen der geldpolitischen Kurswende in den USA zu begegnen, etwa in Form von massiven Kapitalabflüssen in manchen Ländern, halten die G20, "wo angemessen", Eingriffe in den freien Kapitalverkehr für akzeptabel. Es gebe aber auch noch weitere Risiken, wie etwa die Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft, ebenso die hohe Staatsverschuldung vielerorts.

Die Griechenland-Krise spielte in der G20-Sitzung laut Babacan keine Rolle. „Griechenland war nicht Teil der offiziellen Agenda.“ Die Türkei hat in diesem Jahr den G20-Vorsitz.

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