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29.06.2011

05:04 Uhr

Taliban-Angriff

Elf Tote bei Kampf um Luxushotel in Kabul

Die Taliban stürmen ein schwer bewachtes Luxushotel in Kabul. Knapp fünf Stunden dauern die Kämpfe, an deren Ende Hubschrauber der Schutztruppe Isaf die letzten Taliban auf dem Dach des Hotels töten.

Rauch und Flammen kommen nach einem Angriff der Taliban aus dem Dach des Hotel Intercontinental in Kabul. Quelle: Reuters

Rauch und Flammen kommen nach einem Angriff der Taliban aus dem Dach des Hotel Intercontinental in Kabul.

KabulBei einem Terrorangriff afghanischer Taliban auf ein Luxushotel in Kabul sind in der Nacht zum Mittwoch nach offiziellen Angaben insgesamt elf Menschen ums Leben gekommen. Neben zwei Polizisten und zwei Ausländern starben alle sieben Angreifer, teilte Mohammad Sahir, Chefermittler der Kabuler Kriminalpolizei, am Mittwochmorgen mit.

Zwölf Menschen waren bei den Kämpfen im Hotel Intercontinental verletzt worden. Über die Nationalität der beiden getöteten Ausländer gab es zunächst keine Angaben. Die Lage im Hotel sei inzwischen unter Kontrolle.

Sieben Taliban waren am Dienstagabend in das schwer bewachte Hotel eingedrungen und hatten sich mehrere Stunden lang Feuergefechte mit den Sicherheitskräften geliefert. Erst das Eingreifen von zwei Kampfhubschraubern der internationalen Schutztruppe Isaf, die mindestens drei auf dem Dach verschanzte Taliban mit Raketen beschossen und töteten, beendete den Überfall.

Nach einer ersten Darstellung der Behörden hatten sechs Taliban am Abend das Hotel gestürmt. Unter ihnen waren drei Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürteln, sagte der Chefermittler der Kabuler Kriminalpolizei, Mohammad Sahir. Die Aufständischen drangen in das stark bewachte Hotel ein und arbeiteten sich nach Darstellung eines Taliban-Sprechers auf der Suche nach Ausländern von Zimmer zu Zimmer vor.

Am frühen Morgen griffen zwei Kampfhubschrauber der Isaf ein, wie ein Sprecher der Schutztruppe im US-Sender CNN mitteilte. Im Raketen-Kreuzfeuer der beiden Helikopter seien drei Taliban getötet worden, die sich auf dem Dach verschanzt hatten. In dem Hotel war nach einem Bericht von CNN am Mittwoch eine Konferenz zur Übergabe der Sicherheitsverantwortung von ausländischen an afghanische Kräfte geplant. tte.

Schon vor acht Jahren war das Intercontinental Hotel das Ziel eines Anschlags der Taliban. Quelle: ap

Schon vor acht Jahren war das Intercontinental Hotel das Ziel eines Anschlags der Taliban.

Über die Zahl der ausländischen Gäste in dem fünfstöckigen Gebäude lagen keine gesicherten Angaben vor. Auf mögliche deutsche Opfer gab es zunächst keine Hinweise. „Die deutsche Botschaft in Kabul ist eingeschaltet und um Aufklärung bemüht“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin der Nachrichtenagentur dpa. „Es gibt bisher keine Hinweise auf Deutsche, die betroffen sind“, sagte er.

Die USA verurteilten den Terrorangriff auf das Hotel umgehend. Die Tat demonstriere erneut, dass die Terroristen Menschleben vollkommen missachten würden, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums Victoria Nuland am Dienstag nach einer in Washington verbreiteten Mitteilung.

Die radikalislamische Taliban übernahmen die Verantwortung für den Angriff. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte, mehrere Attentäter seien in das Hotel eingedrungen. Einer habe sich in die Luft gesprengt. Auf der Suche nach Ausländern gingen die Angreifer nach Darstellung ihres Sprechers von Zimmer zu Zimmer. Mudschahid sprach von mindestens 50 Toten, doch gelten derartige Angaben der Taliban generell als übertrieben.

In Kabul hatte am Sonntag und Montag ein internationales Afghanistan-Treffen stattgefunden. Daran hatte auch der deutsche Sonderbeauftragte für Afghanistan und Pakistan, Botschafter Michael Steiner, teilgenommen. Er war nach dpa-Information zum Zeitpunkt des Angriffs aber nicht mehr in Kabul. Auch der US-Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, Marc Grossman, und seine Delegation hätten Kabul bereits am Dienstagmorgen verlassen, teilte das US-Außenministerium mit.

Beim Angriff eines Taliban-Selbstmordkommandos auf das Serena-Hotel in Kabul - das einzige Fünf-Sterne-Hotel des Landes - waren im Januar 2008 sieben Menschen getötet worden, darunter ein norwegischer Journalist. Das Intercontinental liegt auf einem Hügel in der Hauptstadt und ist das älteste Luxushotel in Afghanistan. Es nahm bereits 1969 seinen Betrieb auf, gehört aber seit langem nicht mehr zu der gleichnamigen internationalen Kette.

Der deutsche Afghanistan-Experte Thomas Ruttig berichtete aus Kabul: „Wir haben eine einzelne laute Explosion gehört.“ Danach seien Polizeiwagen mit Sirenen in die Gegend gefahren. Anwohner berichteten von Schüssen, schrieb der Ko-Direktor des Afghanistan Analysts Network (AAN) in seinem Blog.

Von

dpa

Kommentare (11)

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Koboldo

29.06.2011, 04:37 Uhr

Afghanistan will mit aller Gewalt zurück ins Mittelalter. Auch da ist jeder Euro vergeudet und jedes Menschenopfer umsonst. Es wird höchste Zeit, sich von diesem unheilvollen Engagement zu verabschieden!

Account gelöscht!

29.06.2011, 06:35 Uhr

6. Der einzige sichere, GARANTIERTE Weg, in den Himmel zu kommen, ist für ein Moslem, Andersgläubige zu töten. (Koran 9:111)

Account gelöscht!

29.06.2011, 06:36 Uhr

6. Der einzige sichere, GARANTIERTE Weg, in den Himmel zu kommen, ist für ein Moslem, Andersgläubige zu töten. (Koran 9:111)

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