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08.07.2011

21:31 Uhr

Tausende Gaddafi-Anhänger

"Betet für den Sieg über die NATO"

Tausende Anhänger des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi sind zu Gebeten und einer Kundgebung auf den zentralen Platz in Tripolis geströmt. Der Feind der Demonstranten: Die Nato.

Gaddafi-Anhänger in Tripolis. Quelle: dpa

Gaddafi-Anhänger in Tripolis.

TripolisTausende Anhänger des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi sind zu Gebeten und einer Kundgebung auf den zentralen Platz in Tripolis geströmt. Die Teilnehmer versammelten sich unter Zelten auf dem Grünen Platz in der Hauptstadt, um sich vor der heißen Mittagssonne zu schützen. Einige von ihnen trugen Bilder von Gaddafi bei sich, während andere Schilder mit dem Bildnis des Machthabers dabei hatten.

In seiner Predigt forderte der anwesende Imam Libyer auf, sich nicht mehr länger zu bekämpfen. Westliche Staaten hätten sich in den libyschen Bürgerkrieg eingemischt, weil sie hinter dem Öl des Landes her seien, sagte er. „Betet für den Sieg über die NATO“, forderte er die versammelte Menschenmenge auf. „Gott wird die bestrafen, die die NATO hierher gebracht haben.“ Damit meinte der Imam offenbar die in der ostlibyschen Stadt Bengasi ansässigen Rebellenführer.

Von

dapd

Kommentare (5)

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Wolfgang

09.07.2011, 06:54 Uhr

Auch zu Zeiten eines Adolf Hitlers gab es Menschen, die bis zum Tag der Kapitulation an den "Endsieg" geglaubt haben.

Montaillou

09.07.2011, 12:41 Uhr

Vorgestern hat die NATO in Afghanistan mal wieder 14 Zivilisten - darunter 8 Kinder - umgebracht.

Wer immer noch an humanitäre Absichten der NATO glaubt, muss wirklich einen mächtigen Knall haben.

Wie sagte jemand so treffend: "Bombing for Peace is like f...ing for virginity"



Account gelöscht!

09.07.2011, 22:15 Uhr

Merkwürdig ist es schon (aber eigentlich nicht), wenn im reichsten Land Afrikas die Bevölkerung so uneins zu sein scheint, was einen Regimewechsel angeht. Als der Ostblock zusammnkrachte, gab es nach kurzer Zeit keinerlei öffentliche Bekundungen mehr, die das System verherrlichten. Genau die selben, die jetzt alles versuchen, das deutsche Volk (auch wenn es selbst nicht in der Lage ist, sich als solches zu verstehen) umfassend "auszuschlachten", stehen dort vor der Tür, um ihr "gutes Werk" dort umfänglich zu beginnen, wenn sie freie Hand dazu bekommen. Die Libyer wissen, sie hätten selbst die Macht, ihr Land in Ordnung zu brnigen, wenn die USA und die anderen alten Kolonialmächte Afrikas sich ausgebreitet haben, können sie dies zu Lebzeiten vergessen, falls Obama nicht doch das Geld ganz ausgehen sollte. Freiheit, Demokratie und Wohlstand wurden bisher nirgends durch NATO-Soldatenstiefel verbreitet, Afghanistan und Irak und das KZ auf Guanatanamo sind beweiskräftig genug!

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