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21.01.2015

11:49 Uhr

Tel Aviv

Palästinenser greift Bus-Insassen mit Messer an

Der Terror kehrt zurück nach Tel Aviv: Ein junger Palästinenser hat in einem Linienbus auf Passanten eingestochen. Regierungschef Netanjahu spricht von einem Terror-Akt, die Hamas lobt den Angriff als „heldenhaft“.

Bei einem Angriff in Tel Aviv wurden zwölf Passagiere eines Linienbusses zum Teil schwer verletzt. ap

Bei einem Angriff in Tel Aviv wurden zwölf Passagiere eines Linienbusses zum Teil schwer verletzt.

Tel AvivBei der Messerattacke eines Palästinensers in einem Linienbus in Tel Aviv sind zwölf Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Der 23-Jährige wurde danach von zufällig anwesenden Gefängniswärtern angeschossen und überwältigt, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch mitteilte. Der Angreifer stamme aus Tulkarem im Norden des besetzten Westjordanlands.

Der Angriff erfolgte im Zentrum der Hafenstadt während des morgendlichen Berufsverkehres. Nach Angaben eines Sprechers des Krankenhauses, in dem die Opfer behandelt wurden, erlitten drei Menschen besonders schwere Stichwunden, vier weitere wurden mittelschwer verletzt. Fünf Passagiere kamen mit leichteren Verletzungen davon, die zum Teil durch Stürze bei der Flucht verursacht wurden. Zudem seien sieben Businsassen unter Schock behandelt worden.

„Der Terrorist stach mehrfach auf den Busfahrer ein, der sich zur Wehr setzte, sodass der Angreifer schließlich ausstieg und davonrannte“, berichtete Polizeisprecherin Luba Samri. Augenzeugen sagten dem Armeeradio, der Fahrer habe Pfefferspray gegen den Angreifer eingesetzt. Von der Polizei veröffentlichte Fotos vom Tatort zeigen ein langes Küchenmesser, bei dem es sich um die Tatwaffe handeln soll.

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Ein Gefängniswärter, der nur seinen Vornamen „Benny“ nannte, berichtete in Radio und Fernsehen, wie er den Attentäter mit drei Kollegen außer Gefecht setzte: Sie seien mit einem Gefangenentransport auf dem Weg zu einem benachbarten Gericht gewesen, „als der Bus vor einer grünen Ampel stoppte und Leute um Hilfe schreiend herausgerannt kamen. Wir haben den fliehenden Angreifer verfolgt, zuerst in die Luft geschossen, dann in seine Beine. Er fiel hin, wir verpassten ihm Handschellen und übergaben ihn der Polizei.“

Die Polizei erklärte, der 23-Jährige habe sich illegal in Israel aufgehalten. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und dort verhört.

In Israel kam es seit Juni vergangenen Jahres immer wieder zu Gewaltausbrüchen und Anschlägen, die in den letzten Wochen aber seltener geworden waren. In Tel Aviv war zuletzt am 10. November ein ähnliches Attentat verübt worden. Dabei erstach ein 17-jähriger Palästinenser aus dem Westjordanland einen jungen israelischen Soldaten. Er wurde danach von Passanten überwältigt.

Ein Mitglied der Exilführung der radikalislamischen Palästinenserbewegung Hamas nannte den Anschlag „eine heldenhafte Operation“. Auf Facebook schrieb Ezzat al-Richk, es handele sich „um die natürliche Antwort auf die Verbrechen der Besatzungsmacht und ihren Terror gegen unser Volk“. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte seinerseits auf Facebook: „Der Angriff in Tel Aviv ist das direkte Ergebnis der giftigen Volksverhetzung durch die Palästinenserbehörde gegen Juden und ihren Staat.“ Es handele sich um den „gleichen Terror wie in Paris, Brüssel und anderswo“.

Von

afp

Kommentare (3)

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Herr Ro Stu

21.01.2015, 10:01 Uhr

Es ist schwierig, dort unten Ruhe reinzubekommen. Ich glaube nicht, daß sich dort etwas zum Besseren wendet, solange dieses Apartheitregieme regiert.

Herr Fred Meisenkaiser

21.01.2015, 11:00 Uhr

Wieviel Hundert Palästinenser haben die Israelis im letzten Jahr ermordet? Es waren doch wohl über 2000 Zivilisten.

Damit wurde doch Terror auf Jahrzehnte gesichert! Oder was glaubt man, wie z.B. ein Mann, dessen Familie durch isralischen Beschuß ermordet wurde, auf Israelis zu sprechen ist?

So hart es ist, aber Israel ist selbst schuld. Rabin hatte Frieden erreicht. das war den Rechten in Israel nicht recht gewesen. Deshalb wurde er ermordet und seine Politik beendet!

Herr Wolfgang Trantow

22.01.2015, 16:42 Uhr

Palästinenser = Islamgläubige sind friedlich. Unsere Politiker lügen nie und außerdem ist Islam = deutsch, so Frau Merkel. Deutsch = Mörder? Also nur eine vorsätzliche Zeitungsente!

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