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14.12.2014

21:36 Uhr

Telefonat mit Poroschenko

Merkel und Hollande dringen auf Reformen in Ukraine

Der Internationale Währungsfonds und andere fordern von der Ukraine härtere und schnellere Reformen. Doch Kiew schiebt die Maßnahmen auf die lange Bank. Deutschland und Frankreich machen per Telefonat Druck.

In der Telefonkonferenz ging es auch um die wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine. dpa

In der Telefonkonferenz ging es auch um die wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat am Sonntagabend mit dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko und Frankreichs Staatschef François Hollande telefoniert. Im Mittelpunkt des Gesprächs habe die Lage in der Ukraine gestanden, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Demnach berichtete Poroschenko von wiederholten Verletzungen der am 9. Dezember vereinbarten Waffenruhe mit den prorussischen Separatisten in der Ostukraine. Tote habe es seither nicht gegeben.

Poroschenko hoffe weiter auf einen umfassenden Waffenstillstand, erklärte Seibert. Außerdem hoffe er, dass die Separatisten der Einladung zu einer Sitzung der Ukraine-Kontaktgruppe aus Vertretern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Russlands und der Ukraine endlich folgten, um über die vollständige Umsetzung des Minsker Abkommens zu sprechen. Merkel, Poroschenko und Hollande seien sich einig, dass das Minsker Abkommen Grundlage für eine Verbesserung der Lage bleiben müsse.

Am 5. September war im weißrussischen Minsk unter OSZE-Vermittlung eine Waffenruhe sowie der Rückzug schwerer Waffen vereinbart worden. Die Feuerpause wurde jedoch fast täglich gebrochen, es gab weiter schwere Gefechte.

Wie Seibert weiter mittelte, ging es in dem Dreiergespräch vom Sonntagabend auch um die Entwicklung der Ukraine insgesamt. Hollande und Merkel hätten Poroschenko in dem Telefonat ermutigt, nach der erfolgten Regierungsbildung umgehend den geplanten umfassenden Reformprozess in Gang zu setzen. Nur so könne sich die Wirtschaft erholen und die erforderliche internationale Finanzhilfe erbracht werden.

Von

afp

Kommentare (3)

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Herr never mind

15.12.2014, 08:17 Uhr

wenn die EU kein Geld schickt und auf Reformewn drängt, dann wird aber unser lieber Freund Obama sauer sein.............

Herr Hans Karpf

15.12.2014, 09:06 Uhr

Wirkliche Reformen stehen in Kiew gar nicht auf der Agenda, nur ein über hartes Kürzungsprogramm für die Bevölkerung, was ohne Probleme zu einen neuen Maidan führen kann. Poroschenko und Jazenjuk sind die Männer der Ukr Oligarchen und keine Pro Westlichen Reformer. Das Ding ist genauso verloren, wie Griechenland auch. Die EU hat sich hier verhoben und wird das teuer bezahlen.

Herr Otto Pankrath

15.12.2014, 10:31 Uhr

Man beachte die unterschiedliche Schreibweise in beiden Artikeln zum gleichen Thema.

Bsp.: gibt es einen Unterschied zwischen "fordern" und "ermutigen"? Ich denke schon.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/staatskassen-ukraine-geld-fuer-reformen-statt-fuer-waffen/11120280.html

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