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17.12.2014

04:39 Uhr

Telefonat mit Putin und Poroschenko

Merkel drängt auf Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe

Merkel macht in einem Telefonat mit Putin, Poroschenko und Hollande klar: Es ist „keine Zeit zu verlieren“, ein umfassender Waffenstillstand muss her. Dafür müsse sich die Ukraine-Kontaktgruppe schnell treffen.

Drängt auf ein Treffen: Merkel machte in einem Telefonat mit Putin, Poroschenko und Hollande klar, dass die Ukraine-Gespräche schnell vorangetrieben werden müssen. ap

Drängt auf ein Treffen: Merkel machte in einem Telefonat mit Putin, Poroschenko und Hollande klar, dass die Ukraine-Gespräche schnell vorangetrieben werden müssen.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko auf ein rasches Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe gedrängt. An dem Gespräch am Dienstagabend habe auch der französische Staatspräsident Francois Hollande teilgenommen, erklärte das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in der Nacht auf Mittwoch.

Demnach begrüßten alle Gesprächsteilnehmer die jüngst vereinbarte Feuerpause in der Ostukraine und unterstrichen die Bedeutung eines umfassenden Waffenstillstands gemäß der Minsker Vereinbarung von Anfang September.

Hoffen auf Verbesserung der humanitären Lage

"Voraussetzung für Fortschritte bei der Umsetzung dieses Abkommens ist nach übereinstimmender Auffassung ein rasches Treffen der Kontaktgruppe aus Russland, der Ukraine sowie der OSZE, die bereits wiederholt zu Gesprächen eingeladen hat", teilte die Bundesregierung weiter mit.

Die französische Präsidentschaft erklärte, Merkel und Hollande hätten ihre Gesprächspartner dazu gedrängt, "keine Zeit zu verlieren". Die Verhandlungen müssten so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden. Neben dem Waffenstillstand müssten auch ein Gefangenenaustausch sowie eine verbesserte humanitäre Lage umgesetzt werden.

Mit Blick auf den bevorstehenden Winter habe zudem Einigkeit darin bestanden, dass die humanitäre Hilfe verstärkt werden müsse, teilte die Bundesregierung weiter mit. Insbesondere müsse es der Ukraine ermöglicht werden, eigene Hilfslieferungen ungefährdet auch in den von Separatisten kontrollierten Osten des Landes zu bringen. Bisher hat lediglich Russland ohne Zustimmung und Kontrolle Kiews mehrere Lastwagenkonvois, offiziell als humanitäre Hilfe deklariert, in den Osten der Ukraine gebracht.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sicherte Kiew bei einem Besuch in dem Land am Dienstag die Unterstützung Brüssels zu. Der Konflikt müsse gelöst werden und die EU werde dem Land beistehen. Für den Osten der Ukraine war Anfang vergangener Woche eine Waffenruhe vereinbart worden, die weitgehend eingehalten wird. In der Region kämpfen prorussische Separatisten gegen das ukrainische Militär.

Kommentare (18)

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Herr Woifi Fischer

17.12.2014, 07:47 Uhr


Merkel drängt auf Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe!

Sie sollte sich weniger um Weltpolitik kümmern, sondern um die großen Probleme in unserem Land kümmern, dies ist ihre Aufgabe.
Wenn sie dies nicht mehr möchte, soll sie zurücktreten, denn seit sie an der Regierung ist, geht es mit unserem Land bergab.
Haben sie ihren Amtseid schon vergessen???

Herr Josef Schmidt

17.12.2014, 08:15 Uhr

Das ist doch ein Witz. USA liefern Waffen in die Ukraine und Merkel bedrängt die Russen zum Frieden.

Account gelöscht!

17.12.2014, 08:33 Uhr

Der russische Bär ist in der Tat finanziell angezählt, aber noch lange nicht tot.

Und wir sollten uns hüten, diesen angezählten Bären weiter in die Ecke zu drücken, das könnte auch für uns böse enden! Insb. Deutschland hat eigentlich kein Interesse an einer Dauerkrise in/mit Russland. Im wesentlichen war Russland in der Geschichte - wenn auch nicht immer einer Meinung - aber immer zuverlässig! Das kann man leider nicht von vielen Ländern sagen.

Die angelsächsisch dominierten "internationalen" Finanzmärkte sind mittlerweile die schärfste Waffe auf diesem Planeten. Umso Besorgnis erregender, dass sie nicht wirklich unabhängig und neutral sind.

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