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14.01.2015

13:49 Uhr

Terror-Anschlag auf Charlie Hebdo

Tagesschau wettert gegen „Verschwörung von Paris“

VonTina Halberschmidt

Kai Gniffke reicht’s. Der Chef der Tagesschau reagiert auf Manipulationsvorwürfe und wettert gegen „Verschwörungstheoretiker“, die gegen die Darstellung der Staatschefs beim Protestmarsch von Paris Sturm laufen.

Um dieses Bild geht es: Kritiker beanstanden, TV-Sender und Zeitungen hätten Bundeskanzlerin Merkel und die anderen Staatschefs bewusst in Szene gesetzt, indem sie nur einen Ausschnitt der Realität zeigten. AFP

Um dieses Bild geht es: Kritiker beanstanden, TV-Sender und Zeitungen hätten Bundeskanzlerin Merkel und die anderen Staatschefs bewusst in Szene gesetzt, indem sie nur einen Ausschnitt der Realität zeigten.

HamburgViele deutsche Medien werden zurzeit mit Vorwürfen überhäuft.  Es geht um die Glaubwürdigkeit. Angeblich sollen Tagesschau, Handelsblatt und Co. Bilder der Staats- und Regierungschefs, die am Sonntag in Paris ein Zeichen gegen den Terrorismus setzten, manipuliert und bewusst in Szene gesetzt haben.

Denn was auf vielen Bilder vom Marsch der Millionen nicht auf Anhieb zu sehen ist: Angela Merkel,  Francois Hollande und die anderen Prominenten führten den Protestzug der Millionen nicht an. Tatsächlich klaffte zwischen Politikern und Bevölkerung eine große Lücke.

Durchs Netz waberten – begleitet von „Lügenpresse! Lügenpresse!“-Vorwürfen – bereits am Dienstag Foto-Montagen, die genau das deutlich machten.

Diese Foto-Montage kursiert im Netz. Quelle: Screenshot

Diese Foto-Montage kursiert im Netz. Quelle: Screenshot

Auch Tagesschau-Chef Kai Gniffke sah sich mit Montagen und Manipulationsvorwürfen konfrontiert. In seinem Blog reagierte er prompt – und ungewohnt heftig. Unter der Überschrift „Die ‚Verschwörung‘ von Paris“ schießt Gniffke gegen Verschwörungstheoretiker und erklärt, warum er den Vorwurf, die Darstellung der Staats- und Regierungschefs sei eine reine Inszenierung gewesen, für „kompletten Unfug“ hält. Tatsächlich sei jedes Bild, auf dem Politiker zu sehen seien und jede Pressekonferenz eine Inszenierung. Kein Foto zeige die Realität, sondern immer nur einen Ausschnitt.

Man müsse „einfach mal aushalten“, dass der Marsch von Paris eine „große Geste von Millionen von Menschen und zahlreichen Politikern“ gewesen sei, an der nichts auszusetzen sei. „Versuchen wir nicht, solche Gesten gleich als Inszenierung zu diffamieren“, so Gniffke.

Kommentare (109)

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Herr J.-Fr. Pella

14.01.2015, 13:57 Uhr

ALLES KLAR. "Lügenpresse" und dazu noch manipulierte Fernsehbilder im gebührenfinanzierten Fernsehen.
Pfui!!!

Frau Annette Bollmohr

14.01.2015, 13:58 Uhr

Manchmal frage ich mich echt, wie die "Verschwörungstheoretiker" eigentlich drauf sind.

Die werden das jetzt wahrscheinlich nicht glauben, aber:

Die Menschheit besteht NICHT hauptsächlich aus Schurken oder Idioten.

G. Nampf

14.01.2015, 13:59 Uhr

"Tatsächlich klaffte zwischen Politikern und Bevölkerung eine große Lücke."

Diese Lücke gibt es tatsächlich: nicht nur räumlich sondern auch im übertragenen Sinn .

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