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29.05.2017

07:27 Uhr

Terror

Drei weitere Festnahmen nach Manchester-Anschlag

Die britische Polizei hat am Sonntag drei weitere Männer im Zusammenhang mit dem Terroranschlag von Manchester festgenommen. Damit befinden sich nun insgesamt 14 Verdächtige in Gewahrsam.

Bei dem Attentat in der Manchester Arena waren am vergangenen Montagabend 22 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden, darunter etliche Minderjährige. dpa

Weitere Festnahmen

Bei dem Attentat in der Manchester Arena waren am vergangenen Montagabend 22 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden, darunter etliche Minderjährige.

LondonIm Zuge der Ermittlungen nach dem Anschlag auf das Ariana-Grande-Konzert in Manchester hat die Polizei innerhalb von Stunden drei weitere Männer festgenommen. Es handelte sich um einen 23-Jährigen, einen 25-Jährigen und einen 19-Jährigen, die vorerst wegen des Verdachts terroristischer Straftaten festgesetzt worden waren. Die Polizei meldete die jüngste Festnahme am Montagmorgen via Twitter.

Die Ermittler erklärten am Sonntag, sie hätten bereits einen großen Teil des möglichen Netzwerkes um den mutmaßlichen Attentäter von vor einer Woche, Salman Abedi, zerschlagen. Sie erwarteten jedoch weitere Festnahmen. Die Ermittlungen liefen noch immer auf Hochtouren, teilte Innenministerin Amber Rudd mit. „Bis die Operation komplett ist, können wir nicht absolut sicher sein, dass sie abgeschlossen ist.“

Terror aus dem eigenen Land

„Homegrown Terrorism“

Stammt ein Attentäter aus dem angegriffenen Land – so wie beim jüngsten islamistischen Terroranschlag in Großbritannien – spricht man von „homegrown terrorism“. Übersetzt bedeutet der englischsprachige Begriff: „selbstgezüchteter Terrorismus“ oder „hausgemachter Terrorismus“.

Im Westen sozialisiert

Es kann sich bei den Tätern um Kinder von Einwanderern handeln, die über Jahrzehnte in Ländern mit westlicher Staats- und Gesellschaftsordnung sozialisiert wurden – oder um Staatsbürger, die zum Islam übertraten und sich immer weiter radikalisierten.

Radikalisierung im Netz

Die Täter kennen sich besonders gut mit der Sprache, den Regeln und der Umgebung in den Zielländern aus. Eine Radikalisierung geschieht häufig über Internetpropaganda. Gibt es eine praktische „Ausbildung“ zum Terroristen, findet sie oft in Trainingslagern im Ausland statt.

Viele Fälle in Europa

Zu den „homegrown“-Terroristen zählen etwa einige der Angreifer bei der Anschlagsserie in Paris im November 2015 unter anderem auf den Club „Bataclan“. Auch die Attacke auf die Londoner U-Bahn 2005 und die Bombenanschläge auf Pendlerzüge in Madrid 2004 werden in der Regel dem „homegrown“-Terrorismus zugerechnet.

Auch Deutschland ist betroffen

In Deutschland wird die 2007 gefasste Sauerland-Gruppe dazugezählt, die Anschläge auf Diskotheken und Flughäfen plante. Ebenso wuchsen etwa die IS-Sympathisantin Safia S., die Angreifer auf einen Sikh-Tempel in Essen und der Attentäter vom Frankfurter Flughafen, Arid Uka, in Deutschland auf.

Die britische Polizei hat nun 14 Verdächtige in Gewahrsam, darunter Abedis älteren Bruder Ismail. In Libyen wurden ein anderer Bruder und der Vater festgesetzt.

Bei dem Attentat in der Manchester Arena waren am vergangenen Montagabend 22 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden, darunter etliche Minderjährige. Der Attentäter kam bei dem Anschlag selbst ebenfalls ums Leben.

Von

ap

Kommentare (1)

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Herr Eric Boule

29.05.2017, 18:05 Uhr

Die Nato hat mit Einsatz von Terroristen experimentiert um ihre Ziele zu erreichen in Syrien,Lybien+Irak.Jetzt richtet sich der Terror gegen Europa.EU-NatoMinister haben dies jahrenlang in NatoKreisen besprochen,gebilligt+ausgefuehrt auch Westerwelle+Steinmeier.StellvertreterKriege nennt man das,mann kauft sich Soeldner von jeglicher Herkunft,Haupsache die Aufgabe wird erledigt.In Wirklichkeit haben sie mit Feuer gespielt.Gerade durch den Krieg mit Terroristen gegen Assad,die groesste Armee(200.000 Mann) die Terroristen bekaempft,ist die Situation in Syrien so eskaliert,haben ISIS Terroristen sich etablieren koennen und kommen die Fluechtlinge nach Europa.Der Krieg gegen Assad zieht das Konflikt in die Laenge und vernichtet die einzigste Moeglichkeit die Terroristen zu vernichten bevor sie in Europa zuschlagen. Es gibt hypokrite Politiker die sagen dass Assad sich nicht haette verteidigen duerfen,also er ist der Schuldige

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