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18.04.2013

02:46 Uhr

Terror

Festnahme im Zusammenhang mit Gift-Briefen

Nach den Bombenexplosionen in Boston, verschreckte eine Serie von angeblichen Giftbriefen an hohe Politiker, darunter US-Präsident Obama, die USA. Am Mittwochabend wurde ein Mann festgenommen.

Ermittler in Schutzanzügen untersuchten verdächtige Pakete. ap

Ermittler in Schutzanzügen untersuchten verdächtige Pakete.

WashingtonIm Zusammenhang mit den Gift-Briefen an US-Präsident Barack Obama und einen Senator aus Mississippi hat die Polizei Medienberichten zufolge einen Verdächtigen festgenommen. Die TV-Sender NBC und CNN berichteten, dass der Mann am Mittwoch in der Kleinstadt Tupelo in Mississippi in Gewahrsam genommen worden sei. In den beiden verdächtigen Umschlägen lag den Angaben zufolge auch ein Schreiben, das der Mann offenbar mit seinen Initialien unterzeichnet hatte.

„Ich bin KC und ich unterstütze diese Botschaft“, steht demnach in dem Brief. Der Satz spielt auf die Schlussformel der Wahlkampfspots in den USA an, mit der Kandidaten ihre Zustimmung zu der darin geäußerten Meinung zum Ausdruck bringen. Den Berichten zufolge heißt es in beiden Schreiben auch: „Etwas Falsches zu sehen und es nicht zu enthüllen, bedeutet, sich zum stillen Partner dessen Fortdauerns zu machen.“ Worauf genau der Verfasser damit anspielte, war zunächst unklar.

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Die Briefe an Obama und an Senator Roger Wicker waren in einer ersten Untersuchung positiv auf das tödliche Pflanzengift Rizin getestet worden. Der Bundespolizei FBI zufolge sollen weitere Tests binnen 24 bis 48 Stunden Klarheit über das Gift bringen. Das FBI betonte, dass die Postsendungen nicht im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Bostoner Marathon stehen. In beiden Fällen wurden die Briefe in Poststellen abgefangen, bevor sie in die Nähe der Adressaten gelangen konnten.

Ein weiterer verdächtiger Brief erreichte das Büro von Senator Carl Levin in dessen Heimatstaat Michigan. Zunächst war unklar, ob auch dieser Umschlag Gift enthielt. Das Gebäude in der Stadt Saginaw wurde evakuiert. Levin erklärte, dass einer seiner Mitarbeiter nach Kontakt mit dem Schreiben vorsichtshalber die Nacht zu Beobachtung im Krankenhaus verbringen werde.

Von

afp

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