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18.02.2016

13:25 Uhr

Terror in der Türkei

Erdogan schlägt mit Luftangriffen zurück

Nach dem Anschlag von Ankara nehmen die Behörden erste Verdächtige fest. Die Regierung macht die Kurden verantwortlich. Schon in der Nacht flog die Luftwaffe Bombenangriffe auf PKK-Stellungen.

Türkei

Autobombe reißt 28 Menschen in den Tod

Türkei: Autobombe reißt 28 Menschen in den Tod

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Ankara, IstanbulEinen Tag nach dem schweren Anschlag von Ankara mit 28 Toten sind bei einem neuen Angriff auf die türkische Armee im Südosten des Landes mindestens sechs Soldaten getötet worden. Ziel des Anschlags in der Ortschaft Lice in der Provinz Diyarbakir sei am Donnerstagmorgen ein Militärkonvoi gewesen, hieß es aus Kreisen der Sicherheitskräfte.

Diese machten die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für den Angriff verantwortlich. Die syrische Kurdenpartei PYD hat dagegen jegliche Verantwortung für den Anschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara zurückgewiesen. „Wir haben keine Verbindungen zu dem, was in der Türkei passiert“, sagte der Co-Vorsitzende der PYD, Salih Muslim, am Donnerstag.

Nach Angaben der türkischen Führung sind 14 Verdächtige festgenommen worden. Die Zahl werde voraussichtlich noch steigen, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag vor Journalisten in Ankara. Er betonte, dass die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und ihr syrischer Ableger PYD, beziehungsweise deren bewaffneter Arm YPG für den Anschlag verantwortlich seien.

Tödliche Anschläge in der Türkei (Chronik)

13. Mai 2016

Bei einer Sprengstoffdetonation in Diyarbakir kommen vier Menschen ums Leben. 15 werden verletzt. Die Tat wird der PKK zugeschrieben.

9. April 2016

Bei einem Bombenanschlag in Istanbul gibt es drei Verletzte. Wer hinter dem Anschlag steckt, ist unklar.

31. März 2016

Mindestens 7 Tote, rund 23 Verletzte – das sind die Opfer eines Anschlags in Diyarbakir, hinter dem die PKK vermutet wird. Bei den Opfern handelt es sich um Polizeibeamte.

19. März 2016

Bei einem Bombenanschlag in Istanbul sterben mindestens fünf Menschen, etwa 36 werden verletzt. Bei den Opfern handelt es sich um Passanten in einer Einkaufsstraße. Hinter dem Anschlag steckt vermutlich der IS.

13. März 2016

Bei einem weiteren verheerenden Autobomben-Anschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara sind am 13. März 37 Menschen ums Leben gekommen. Kurz darauf flog die türkische Luftwaffe Angriffe auf PKK-Stellungen im Nordirak – die Regierung zufolge gehörte die Selbstmordattentäterin zu der verbotenen Partei.

Februar 2016

Am 17. Februar hat in Ankara ein Selbstmordattentäter 28 Menschen in den Tod gerissen. Inzwischen hat sich die militante Organisation Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) – eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK – zu der Tat bekannt.

Januar 2016

Bei einem Anschlag im historischen Zentrum Istanbuls werden elf Deutsche getötet. Der Angreifer sprengt sich mitten in einer deutschen Reisegruppe in der Umgebung der Hagia Sophia und der Blauen Moschee in die Luft. Der Attentäter gehörte nach Angaben der türkische Regierung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an.

September 2015

Bei einem Bombenanschlag in Igdir in der Osttürkei werden zwölf Polizeibeamte getötet. Zuvor starben bei einem Angriff der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK und Gefechten im südosttürkischen Daglica in der Provinz Hakkari 16 Soldaten.

August 2015

Bei einem Bombenanschlag und einem anschließenden Angriff auf eine Polizeiwache in der Millionenmetropole Istanbul werden mindestens vier Menschen getötet. Zwei Frauen greifen zudem das US-Konsulat an, eine wird festgenommen. Sie soll Mitglied der linksextremen Terrororganisation DHKP-C sein.

Juli 2015

Im südtürkischen Grenzort Suruc reißt ein Selbstmordattentäter 33 pro-kurdische Aktivisten mit in den Tod. Die Behörden machen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich, die sich allerdings nie zu der Tat bekennt.

Juni 2015

Zwei Tage vor der türkischen Parlamentswahl verüben Unbekannte in der südosttürkischen Kurden-Metropole Diyarbakir einen Sprengstoffanschlag auf eine Veranstaltung der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Mindestens vier Menschen sterben. Die türkische Regierung macht den IS verantwortlich.

Mai 2013

Bei der Explosion zweier Autobomben in der Grenzstadt Reyhanli werden mehr als 50 Menschen getötet. Die Regierung beschuldigt türkische Linksextremisten mit Kontakten zum Regime im benachbarten Syrien.

September 2011

Drei Menschen sterben in der türkischen Hauptstadt Ankara, als im Regierungsviertel eine Bombe explodiert. Eine Splittergruppe der PKK bekennt sich zur Tat.

„Auch wenn diejenigen an der Spitze, sei es die PKK oder der PYD, sagen, dass diese Sache nichts mit ihnen zu tun hat, so hat sich durch Informationen und Belege, die unser Innenministerium und unsere Geheimdienste verschafft haben, letztendlich ergeben, dass diese Sache ihnen zuzuschreiben ist“, sagte er. Nach Angaben der Streitkräfte flog die türkische Luftwaffe nach dem Anschlag von Ankara Bombenangriffe auf PKK-Stellungen im Nordirak. Davutoglu sagte, dabei seien 70 PKK-Kämpfer getötet worden, darunter Anführer der Organisation.

Kommentare (44)

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Herr Alois Müller

18.02.2016, 08:44 Uhr

Na, false flag oder nicht, arme Opfer. Aber nach dem Einmarsch von Erdogans 4. Armee in Syrien (was jetzt natürlich mit Begründung erfolgen wird), werden zu diesen Opfern leider noch tausende dazukommen! Läuft doch!

Frau Baur- Warendorf

18.02.2016, 09:10 Uhr

Dürfte ein Abfallprodukt kultureller Bereicherung sein.

Account gelöscht!

18.02.2016, 09:14 Uhr

Die Türkei ist mit sich selbst und den Terror beschäftigt...somit steht die Grün-Sozialistische Merkel Diktatur wieder einmal mit leeren Hände da....3 Milliarden zum Fenster rausgeworfen und die illegale Einwanderung wird weiter gehen...außer Merkel sagt endlich den befreienden Satz....Wir schaffen das nicht mehr! Und sichert sofort die Grenzen und unterstützt Österreich und die Balkanländer bei Sicherung ihrer Grenzen. Auch bei der Sicherung der EU-Außengrenze hört und sieht man nichts von der Grün-Sozialistischen Merkel Diktatur...nur warme Worte und danach werden alle EU Außengrenzländer wieder im Regen stehen gelassen....ein perfides und gesellschaftsverachtendes Spiel spielt diese Grün-Sozialistsiche Merkel Diktatur mit der europäischen und deutschen Gesellschaft...

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