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01.01.2016

15:02 Uhr

Terror in Israel

Zwei Tote und sechs Verletzte bei Anschlag in Tel Aviv

Seit Monaten halten Anschläge Israel in Atem. Immer wieder kommt es zu Attacken auf das öffentliche Leben. Auch an Neujahr: Ein Unbekannter hat in Tel Aviv in einer Bar geschossen. Zwei Menschen wurden getötet.

Ein Motiv haben die Behörden noch nicht bekanntgegeben – doch die Vermutung liegt nahe, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. Reuters

Motive noch unbekannt

Ein Motiv haben die Behörden noch nicht bekanntgegeben – doch die Vermutung liegt nahe, dass es sich um einen Terroranschlag handelt.

Kabul/JerusalemEin Unbekannter hat im Zentrum von Tel Aviv das Feuer eröffnet und auf Menschen in einer Bar geschossen. Bei dem Anschlag am Freitagnachmittag wurden zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt, wie die Nachrichtenseite ynet berichtete. Zeugen erzählten laut der Nachrichtenseite Times of Israel von rund zehn Schüssen, die abgefeuert worden waren. Der Fernsehsender Kanal 10 berichtet, der Täter habe mit einem Gewehr um sich geschossen. Spezialeinheiten suchten anschließend in einer Großfahndung nach dem flüchtigen Täter.

Bürgermeister Ron Chuldai sagte, der Hintergrund sei noch nicht bekannt, aber man gehe von einem Terroranschlag aus. Unklar war auch, ob der Täter Palästinenser ist. In den vergangenen drei Monaten hat es fast täglich Angriffe von Palästinensern auf israelische Zivilisten gegeben. Dabei kamen 21 Israelis ums Leben. Zudem wurden mindestens 131 Palästinenser durch Schüsse von Israelis getötet. Bei 90 davon handelte es sich nach israelischen Angaben um Angreifer.

Chronik des Gaza-Konflikts (11.8.)

Erste Woche

8./9. Juli 2014: Nach massivem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen fliegen israelische Kampfflugzeuge Dutzende Angriffe.

10./11. Juli: Militante Palästinensergruppen nehmen erstmals den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv ins Visier.

15. Juli: Israel akzeptiert eine von Ägypten vorgeschlagene Feuerpause. Die Hamas lehnt ab.

Zweite Woche

17. Juli: Nach einer mehrstündigen Waffenruhe beginnt Israel eine Bodenoffensive, um die Infrastruktur der Hamas zu zerschlagen und deren Tunnel im Grenzgebiet zu zerstören.

21. Juli: Um zu vermitteln, treffen US-Außenminister John Kerry und Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in Kairo ein.

23. Juli: Viele Fluggesellschaften stellen Flüge zum Ben-Gurion-Flughafen wegen des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen vorübergehend ein.

Dritte Woche

26./27. Juli: Eine zwölfstündige Waffenruhe tritt in Kraft. Eine Verlängerung lehnt die Hamas ab, die Angriffe gehen weiter.

30. Juli: Nach dem Beschuss einer UN-Schule im Gazastreifen mit 20 Toten hagelt es Kritik an Israel.

31. Juli: Uno-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay wirft Israel und der Hamas die Verletzung des humanitären Völkerrechts vor.

1. August: Eine Waffenruhe hält nur wenige Stunden. Israel beschuldigt die Hamas, einen Soldaten verschleppt zu haben. Für die Suche nach ihm weitet Israel seine Offensive aus.

3. August: Die Armee erklärt den gesuchten Soldaten für tot. Er sei bei Kämpfen ums Leben gekommen. Beim Beschuss einer Uno-Schule sterben nach palästinensischen Angaben mindestens zehn Menschen. Israel beginnt mit dem Abzug seiner Bodentruppen aus dem Gazastreifen.

Vierte Woche

4. August: Ein Anschlag in Jerusalem überschattet eine von Israel erklärte Feuerpause: Ein palästinensischer Baggerfahrer rammt einen Bus. Ein Passant stirbt, der Attentäter wird erschossen.

5. August: Mit Beginn einer dreitägigen Waffenruhe zieht Israel alle Bodentruppen aus dem Gazastreifen ab. Israelis und Palästinenser beginnen in Kairo Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe.

8. August: Nach Ablauf der Waffenruhe feuern militante Palästinenser wieder Raketen Richtung Israel, das mit Luftangriffen reagiert.

10. August: Eine weitere dreitägige Feuerpause tritt in Kraft.

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