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08.01.2015

06:44 Uhr

Terror in Paris

Mutmaßlicher „Charlie Hebdo“-Attentäter stellt sich

Erster Erfolg bei der Jagd nach den Attentätern auf „Charlie Hebdo“: Ein verdächtiger Terrorhelfer ist den Fahndern ins Netz gegangen. Doch die beiden Hauptverantwortlichen sind weiter auf der Flucht.

Charlie Hebdo

Frankreich jagt die Attentäter von Paris

Charlie Hebdo: Frankreich jagt die Attentäter von Paris

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ParisNach dem Terroranschlag auf das religionskritische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris hat sich einer der drei mutmaßlichen Attentäter der Polizei gestellt. Nach mehr als zwölfstündiger Flucht befinde sich der 18-Jährige in der Kleinstadt Charleville-Mézière nahe der belgischen Grenze in Polizeigewahrsam, hieß es am frühen Donnerstagmorgen in übereinstimmenden Medienberichten.

Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, ging der jüngere Verdächtige um 23.00 Uhr zur Polizei in Charleville-Mézières, nachdem sein Name "in den sozialen Netzwerken im Internet zirkulierte". Der junge Mann heiße Hamyd M. und soll zwei Männern bei dem Attentat geholfen haben. Die verdächtigen Brüder Said (34) und Chérif K. (32) waren am frühen Donnerstagmorgen weiter auf der Flucht. Die Polizei veröffentlichte im Internet ein Fahndungsplakat, um Zeugen zu finden.

Die Attentäter haben auf der Flucht offenbar einen schweren Fehler gemacht und die Polizei so auf ihre Spur gebracht. Wie die Zeitschrift „Le Point“ und die Zeitung „Le Monde“ schreiben, vergaß einer der Brüder seinen Personalausweis im Fluchtwagen, als die Attentäter am Rande der Hauptstadt das Auto wechselten.

"Charlie Hebdo"

Video zeigt Attentäter in Paris

"Charlie Hebdo": Video zeigt Attentäter in Paris

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Die Brüder sollen am Mittwoch die Redaktion des Magazins mitten in Paris gestürmt haben und unter anderem mit einer Kalaschnikow um sich geschossen haben. Im Kugelhagel waren zwölf Menschen getötet worden, darunter acht Journalisten. Elf Menschen wurden verletzt.

Die Polizei war mit mehr als 3000 Beamten im Einsatz, um die Flüchtigen zu finden. In Reims lief am Abend ein Großeinsatz der Polizei-Eliteeinheit Raid, ein Gebäude wurde von Forensikern durchsucht. Schwerbewaffnete Polizisten bezogen Stellung.

Auch im knapp hundert Kilometer entfernten Charleville-Mézières waren die Beamten im Einsatz. Zuvor hatte es bereits Durchsuchungen in Straßburg sowie im Großraum Paris gegeben, festgenommen wurde dort aber niemand. Bei den Razzien handle es sich um Durchsuchungen und "Verifizierungen" von Orten, die mit den Verdächtigen in Verbindung stünden, hieß es in Ermittlerkreisen. In der Nacht hieß es, die Polizei verhöre derzeit Menschen aus dem Umfeld der Brüder.

Die Polizei veröffentlichte im Internet ein Fahndungsplakat, um Zeugen zu finden: Das Bild zeigt zwei der mutmaßlichen Täter - Said (34, rechts) und sein Bruder Chérif K. (32). dpa

Die Polizei veröffentlichte im Internet ein Fahndungsplakat, um Zeugen zu finden: Das Bild zeigt zwei der mutmaßlichen Täter - Said (34, rechts) und sein Bruder Chérif K. (32).

Die drei Männer sollen aus Paris sein und die französische Staatsbürgerschaft haben. Bei Chérif K. soll es sich um einen den Behörden bekannten Dschihadisten handeln. Er war im Jahr 2008 verurteilt worden, weil er in dschihadistischen Netzwerken geholfen haben soll, Kämpfer in den Irak zu schicken. Diese sollten sich dort dem Terrornetzwerk Al-Kaida anschließen. Es wird ein islamistischer Hintergrund vermutet. Das Magazin war mehrfach wegen Mohammed-Karikaturen in die Kritik geraten und angefeindet worden.

Kommentare (3)

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Herr shar wes

08.01.2015, 08:27 Uhr

Paris zeigt, dass der Islam und Islamisten eben nicht friedfertig oder tolerant sind, sondern unsere Gesellschaftsordung und Werte als auch die Meinungsfreiheit verachten.
Aber wir müssen immer supertolerant sein. Man braucht doch nur in die Türkei gehen, selbst da ist es mit Meinungsfreiheit und Toleranz gegenüber Minderheiten eher schlecht.

Herr Klaus Walter

08.01.2015, 10:01 Uhr

Es zeigt sich, dass man die Gefahren generell klein geredet hat. Es ist nicht nur diese Abscheuliche Tat, die einem die Augen öffnen sollte. Schaut nach Brüssel, schaut nach Holland, in die Balkanstaaten, überall gibt es erhebliche Probleme mit den Moslemischen Zuwanderern.
Dieser Artikel ist von 2012, und da ist es schon ein Problem, was man hier natürlich nicht sehen will.
: http://www.nzz.ch/aktuell/international/uebersicht/wo-der-sittenwaechter-alkohol-verbietet-1.17426796
Wie war das mit den Scharia-Ordnungshütern in deutschen Städten?
Der Koran ist und bleibt eine Aggressive Religion, wer das leugnet sollte den Koran einmal lesen. Es sind nicht wenige die davor warnen.
Infolge seiner ihm "innewohnenden Militanz" und "Ethik der Unterwerfung" (Peter Sloterdijk u. v. a.) gibt es daher auch keinen "Islam light". Wieso man sich über die Grausamkeiten der Al-Kaida, des IS, der Boko Haram usw. wundert, ist erstaunlich: Sie agieren nicht anders als Mohammed.
: http://kurier.at/meinung/kommentare/gastkommentare/zehn-aktuelle-thesen-zum-islam-und-europa/106.366.887
Die Islamischen Machthaber in „Nahen Osten“ sind in letzter Zeit zu viel Geld gekommen durch die Eroberung der Ölfelder im Irak und Teilen Syriens, das schafft ihnen ganz andere Möglichkeiten. Ich bin davon Überzeugt dass wir uns noch auf einiges gefasst machen sollten.

Frau Margrit Steer

08.01.2015, 11:03 Uhr

Man kann wirklich nur Abscheu empfinden.
Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer.
Aber leider wird auch dieses große Unglück in Deutschland nichts ändern.
Die deutschen Politiker werde daraus nichts lernen, sondern weiterhin von Toleranz und Willkommenskultur schwafeln und jedem die Nazikeule um die Ohren schalgen, der mal irgend etwas agt.
Ich glaube selbst ein Anschlag bei uns würde nichts ändern, dazu sind unsere Politiker zu feindlich ihrem eigenem Volk gegenüber

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