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03.10.2011

15:13 Uhr

Terrorangriff

Elf Tote bei Geiselnahme im Irak

Blutiges Ende eines konzertierten Terrorangriffs: Im Irak haben Extremisten ein Blutbad angerichtet. Eine Geiselnahme, an der mehrere Selbstmordattentäter beteiligt waren, konnten Sicherheitskräfte nur blutig beenden.

Erst am Donnerstag war es in der irakischen Stadt Kirkuk zu einem Anschlag gekommen. dpa

Erst am Donnerstag war es in der irakischen Stadt Kirkuk zu einem Anschlag gekommen.

Ramadi/MossulTerroristen haben im Irak am Montag einen Gebäudekomplex der Sicherheitskräfte gestürmt und 25 Geiseln genommen. Insgesamt starben bei dem Sturm auf die Polizeidirektion und der anschließenden Befreiungsaktion durch die Polizei elf Menschen.

Die Terroristen schickten nach Angaben der Polizei zwei Selbstmordattentäter vor, die sich am Eingang des Gebäudekomplexes in der westlichen Ortschaft Chan al-Baghdadi in die Luft sprengen sollten. Einer von ihnen zündete einen Sprengstoffgürtel. Er riss einen Polizisten und einen Zivilisten mit in den Tod. Der zweite Attentäter wurde von der Polizei erschossen, bevor er seinen Sprengsatz zünden konnte.

Dann stürmte laut Polizei eine Gruppe von sieben Geiselnehmern ins Innere des Gebäudekomplexes. Sie setzten 25 Polizisten und Offiziere fest, die später in einer gemeinsamen Aktion von Polizei und Armee befreit wurden. Alle Geiselnehmer seien getötet worden, hieß es.

Eine zweite Geiselnahme im Haus eines Polizeikommandeurs in der nahe gelegenen Stadt Hit endete nach diesen Angaben ebenfalls mit einer Befreiungsaktion der Polizei. Dabei seien zwei Geiselnehmer getötet worden, hieß es.

Unterdessen ermordeten Extremisten in der nordirakischen Stadt Mossul am Sonntag einen Christen. Ein Sprecher der Sicherheitskräfte sagte in der Nacht zum Montag, der Mann habe in einem Restaurant gearbeitet. Mehrere Männer seien in das Lokal eingedrungen und hätten das Feuer auf den Christen eröffnet.

In den vergangenen Jahren hatten Terroristen in Mossul regelrecht Jagd auf Angehörige der christlichen Minderheit gemacht. Viele Christen haben die Stadt inzwischen verlassen. Sie leben heute entweder im kurdischen Norden des Landes, in den christlichen Dörfern außerhalb von Mossul oder im Ausland.

Von

dpa

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