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01.07.2011

21:28 Uhr

Terrorangst

Gaddafi droht mit Anschlägen in Europa

Der libysche Machthaber Muammar al Gaddafi droht in einer wirren Rede mit Anschlägen in Europa, wenn die NATO ihre Luftangriffe in Libyen fortsetzen. Leere Drohungen oder eine reale Gefahr für Europa?

Der libysche Staatschef Muammar al Gaddafi droht mit Anschlägen. Quelle: dapd

Der libysche Staatschef Muammar al Gaddafi droht mit Anschlägen.

In einer wirren Rede hat der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi die europäischen Staatschefs bedroht. Das großartige libysche Volk werde den Nato-Staaten eine „Katastrophe“ bescheren, sagte er in einer Audio-Botschaft an eine Gruppe von Anhängern, die sich am Freitag auf dem Grünen Platz in Tripolis versammelt hatten. Die Tatsache, dass er sich nicht persönlich zeigte, dürfte ein Zeichen für Sorgen um die Sicherheit sein.

Er wolle die Schlacht von Libyen ins Mittelmeer und nach Europa tragen. Den Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Italien und Großbritannien drohte er mit Angriffen auf ihre Amtssitze, Familien und Privathäuser. „Oh Welt, höre die Stimme des freien Volkes“, rief Gaddafi. Er sagte: „Dies ist ein historischer Tag.“

Die Aussagen klingen völlig wirr. "Wenn wir uns dazu entschließen, sind wir dazu in der Lage, nach Europa wie Heuschrecken, wie Bienen zu ziehen. Wir raten euch, euch zurückzuziehen, ehe euch ein Desaster zuteilwird“, verkündete Gaddafi. Und: „Diese Menschen (die Libyer) sind dazu in der Lage, diesen Kampf eines Tages nach Europa zu bringen, um auf eure Häuser, Büros, Familien abzuzielen, die zu legitimen militärischen Zielen würden, wie ihr auf unsere Häuser abgezielt habt“, sagte Gaddafi.

Den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und den französischen Präsidenten Nicholas Sarkozy bezeichnete der Machthaber jeweils als „mein armer Freund“. US-Präsident Barack Obama nannte er „meinen Sohn“.

Die libyschen Aufständischen, sprechen seit Wochen von Plänen für einen Vormarsch bis zur Hauptstadt Tripolis. Der Internationale Strafgerichtshof hat gegen Gaddafi, seinen Sohn Saif al-Islam und den Geheimdienstchef Haftbefehle erlassen. In der Hauptstadt ist die Lage inzwischen sehr angespannt. Benzin ist knapp. Nachts sind häufig Schüsse zu hören.

Muammar Gaddafi zeigt sich unnachgiebig. Er werde bleiben, versicherte er am Freitag den grüne Fahnen schwenkenden Menschen. Die Nachricht an die Nato: „Verhandeln Sie mit dem libyschen
Volk“, forderte Gaddafi.

Kommentare (19)

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Account gelöscht!

01.07.2011, 19:55 Uhr

Na gut, dann schicken wir den Westerwelle...

Schlechtgelaunt

01.07.2011, 20:14 Uhr

Sollte er wirklich so beschränkt sein und das wirklich gedroht haben wird dieser Krieg sehr bald und sehr brutal vorbei sein.

Account gelöscht!

01.07.2011, 20:17 Uhr

Anschläge in Europa wären sein Todesurteil, reine Propaganda.....

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