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30.12.2013

12:08 Uhr

Terroranschlag

Tote bei weiterer Explosion in Wolgograd

Bei einer Explosion in einem Bus im südrussischen Wolgograd sind am Montagmorgen 14 Menschen getötet worden. Ermittler gehen von einem Selbstmordanschlag aus. Die Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land wurden erhöht.

Russland

Tote bei neuem Anschlag in Wolgograd

Russland: Tote bei neuem Anschlag in Wolgograd

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WolgogradEin weiterer Anschlag erschüttert Russland: Bei einer Explosion in einem Bus im südwestrussischen Wolgograd sind am Montagmorgen nach offiziellen Angaben mindestens 14 Menschen getötet worden. Außerdem ist von 28 Verletzten die Rede.

Laut Ermittlern ist die Tat das Werk eines Selbstmordattentäters. Die sterblichen Überreste des Mannes seien am Anschlagsort entdeckt worden, teilte die Ermittlungsbehörde des Landes am Montag mit. Demnach gibt es außerdem Anhaltspunkte dafür, dass der Anschlag mit dem Attentat vom Sonntag in Verbindung steht. Am Vortag waren ebenfalls in Wolgograd bei einem Selbstmordanschlag 17 Menschen getötet worden. Nach Angaben des Nationalen Anti-Terror-Komitees erhöhte Präsident Wladimir Putin landesweit die Sicherheitsvorkehrungen.

Die Stadt liegt 700 Kilometer von Sotschi entfernt, dem Ort, wo in sechs Wochen die Olympischen Winterspiele beginnen. Der Kreml verspricht trotz des Anschlags sichere Spiele . Die milliardenschwere Sportveranstaltung, die am 7. Februar startet, gilt als wichtiges Prestigeprojekt für Putin.

Terror in Russland – Bomben und Geiselnahmen

Oktober 2002

Tschetschenen überfallen ein Moskauer Musical-Theater und nehmen mehr als 800 Geiseln. Nach drei Tagen stürmt die Polizei das Gebäude. 129 Geiseln und alle 41 Terroristen sterben.

August 2004

Nahezu gleichzeitig stürzen zwei russische Passagiermaschinen ab. Alle 90 Menschen an Bord kommen ums Leben. In beiden Maschinen hatten Selbstmordattentäterinnen aus Tschetschenien Bomben gezündet.

September 2004

Bewaffnete überfallen eine Schule in Beslan (Nordossetien) und nehmen 1.100 Kinder, Eltern und Lehrer als Geiseln. Das Terrordrama endet mit 360 Toten. Als einer der Drahtzieher gilt der tschetschenische Rebellenführer Schamil Bassajew.

November 2009

Bei einem Sprengstoffanschlag auf den Schnellzug Moskau-St. Petersburg kommen mindestens 26 Menschen ums Leben. Der tschetschenische Terrorist Doku Umarow bekennt sich zu dem Anschlag und kündigt einen „Sabotagekrieg“ gegen die „blutige Besatzungspolitik“ Moskaus im Kaukasus an.

Januar 2011

Bei einem Selbstmordanschlag auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo sterben mindestens 37 Menschen. Drahtzieher der Sprengstoffattacke ist wieder Doku Umarow, der der russischen Regierung per Video mit weiteren Anschlägen droht.

Oktober 2013

Mit einer Bombe in einem Linienbus in Wolgograd tötet eine Selbstmordattentäterin sechs Insassen und sich selbst. Mehr als 30 Menschen werden zum Teil schwer verletzt. Fahnder vermuten, dass Islamisten aus dem Nordkaukasus der Frau die Bombe übergeben haben.

Dezember 2013

Im Bahnhof der Millionenstadt Wolgograd zünden Terroristen am 29.12. eine mit Nägeln und Schrauben gefüllte Bombe. Bei dem Selbstmordanschlag sterben mindestens 17 Menschen. Nur einen Tag später sterben bei einer Explosion in einem Bus in Wolgograd weitere 14 Menschen. Auch hier gehen die Ermittler von einem Selbstmordanschlag aus.

Der Präsident beauftragte unterdessen den Inlandsgeheimdienst FSB, sich in die Ermittlungen einzuschalten. Putin habe sich dazu mit FSB-Chef Alexander Bortnikow beraten, teilte der Kreml mit. Nach einem Treffen mit Regierungschef Dmitri Medwedew bekräftigten beide Politiker, dass die Terrorakte nicht ungesühnt bleiben dürften.

Zum Zeitpunkt der Explosion sei der Bus der Linie N15, die von einer Plattenbausiedlung in das Stadtzentrum führt, voll besetzt gewesen, sagte ein Mitglied der Rettungskräfte. Die Detonation habe das Fahrzeug völlig zerstört. „Der Knall war kilometerweit zu hören.“

Kommentare (6)

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Frank3

30.12.2013, 12:01 Uhr

Das ist nicht mit Gewalt oder mehr Druck oder Angst machen , zu verhindern , in Gegenteil , da muss man mit Denken ihnen entgegen kommen und Gerecht oder Gerechter anbieten sonst wird Gewalt vererbend . . .
Adler

Account gelöscht!

30.12.2013, 12:02 Uhr

Zitat : Laut Ermittlern ist die Tat das Werk eines Selbstmordattentäters. Die sterblichen Überreste des Mannes seien am Anschlagsort entdeckt worden

- und sehr viele ( tausende ) "Schwarzen Witwen" haben sich bereits in Stellung gebracht.

Wie sagte doch Putin einst : wir werden sie auf dem Plumpsklo totklatschen..........?

Novaris

30.12.2013, 13:56 Uhr

Die Anschläge wurden offensichtlich durch islamische Extremisten verübt und haben wirtschaftliche/politische Hintergründe.
Da lt. dem saudi-arabischen Geheimdienstchef, Prinz Bandar bin Sultan, Saudi-Arabien islamische Extremisten kontrolliert, sollte Putin mal beim Geheimdienstchef nachfragen, wer die Anschläge verübt hat, zumal wohl bei einer angebotenen und von Putin ausgeschlagenen wirtschaftlichen/politischen Kooperation Russlands im Syrienkonflikt "konfliktlose" olympische Winterspiele in Sotschi in Aussicht gestellt wurden.

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