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19.11.2015

10:35 Uhr

Terrordrohung in New York

„Wir lassen uns nicht einschüchtern“

Die IS-Miliz droht in einem Video indirekt mit einem Anschlag auf New York. Bürgermeister Bill de Blasio und die Polizei sehen aber keine konkrete Gefahr. Dennoch soll eine neue Terrorismus-Task-Force entstehen.

In einer Videobotschaft droht die IS mit einem Anschlag in der US-Metropole. Reuters

Polizist am Times Square

In einer Videobotschaft droht die IS mit einem Anschlag in der US-Metropole.

New YorkTrotz einer neuen Videobotschaft der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), in der indirekt ein Anschlag auf New York in Aussicht gestellt wird, sehen die Behörden keine akute Bedrohung für die Millionenmetropole. Es gebe keine konkrete Gefahr, betonten Bürgermeister Bill de Blasio und Polizeichef Bill Bratton am späten Mittwochabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz am Times Square, wie der Sender CBS News berichtete.

Das Video enthält auch eine Bildsequenz aus New York und dann, offenbar an einem anderen Ort aufgenommen, die Aufnahme eines Selbstmordattentäters. Das Video sei offensichtlich in den vergangenen Tagen – nach den Terrorattacken von Paris – hastig zusammengeschnitten worden, hieß es.

Die Anti-Terror-Strategie der G20

Abschlusskommuniqué – Punkte 1 bis 3

- Prävention und Abwehr von Terroranschlägen in „verstärkter internationaler Solidarität und Kooperation“

- Mehr Zusammenarbeit und Informationsaustausch beim Einfrieren der Vermögenswerte von Terroristen

- Strafbarkeit der Terrorfinanzierung

Abschlusskommuniqué – Punkte 4 und 5

- Finanzsanktionen gegen Staaten, die mit Terrorismus und Terrorfinanzierung verbunden sind

- Bewegungsfreiheit von Terroristen einschränken. Sie werden als Gefahr für die Ursprungs-, Transit- und Zielländer eingestuft. Deshalb Informationsaustausch über die Bewegungen von Terroristen, besserer Grenzschutz, strafrechtliche Verfolgung illegaler Reisen

Abschlusskommuniqué – Punkte 6 bis 8

- Verbesserte Sicherheit im globalen Luftverkehr
- Abwehr der Radikalisierung und Rekrutierung durch Terroristen
- Kampf gegen terroristische Propaganda im Internet, Gegenpropaganda

Abschlusskommuniqué – Punkte 9 und 10

- Unterstützung der Zivilgesellschaft bei der Abwehr von gewalttätigem Extremismus

- Die Vereinten Nationen sollen eine zentrale Rolle spielen. Die Staaten sagen zu, im Kampf gegen den Terror internationales Recht und die UN-Konventionen für Menschen- und Flüchtlingsrechte einzuhalten.

Es gebe darauf keine konkreten, glaubwürdigen Hinweise auf eine aktuelle Bedrohung, sagte De Blasio. Polizeichef Bratton versicherte, keine Stadt der Welt sei besser als New York gewappnet, die Bürger vor einem Terrorangriff zu beschützen: „Man kann uns nicht einschüchtern; das ist es, was die Terroristen beabsichtigen. Wir lassen uns nicht einschüchtern, und wir werden nicht in Angst leben.“

Das FBI und die New Yorker Polizei wollen nach Angaben der Bundespolizei mit einer neuen Terrorismus-Task-Force für die nötige Sicherheit sorgen. Bereits am Dienstag hatte der IS in einem anderen Video mit Anschlägen in Washington gedroht.

Kampf gegen IS: Putins unmoralisches Angebot

Kampf gegen IS

Putins unmoralisches Angebot

Frankreich fordert eine große Koalition gegen den Terror. Jetzt liegt ein Entwurf für eine Uno-Resolution gegen den IS vor – allerdings von Russland. Kremlchef Putin prescht vor und setzt den Westen unter Druck.

US-Außenminister John Kerry sagte, es werde seit den Pariser Terrorattacken viel über Angriffe auf „weiche Ziele“ diskutiert. Damit seien etwa Cafés, Restaurants, Konzertstätten oder Fußballstadien gemeint.

„Oberstes Ziel dieser Attacken ist, zu tun, was der Name „Terrorist“ andeutet: Terror säen, allen Angst einzujagen“, so der US-Chefdiplomat am Mittwoch vor dem Overseas Security Advisory Council in Washington. „Paris hat schlimmere Momente erlebt als vergangenes Wochenende, und es hat sie überstanden. Und ich versichere Ihnen, wir werden dies überstehen“.

Von

dpa

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