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12.12.2015

00:19 Uhr

Terrorgefahr in der Schweiz

Zwei Verdächtige in Genf festgenommen

Terroristen haben möglicherweise Anschläge in der Uno-Metropole Genf geplant. Einem Fernsehbericht zufolge wurden nun zwei Verdächtige in der Stadt festgenommen. Doch die Polizei hält sich in dem Fall bedeckt.

Die Behörden wollte sich nicht dazu äußern, ob die beiden Festnahmen mit der seit Mittwoch laufenden Fahndung nach vier mutmaßlichen Islamisten mit Verbindungen zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zusammenhängen. dpa

Polizeieinsatz in Genf

Die Behörden wollte sich nicht dazu äußern, ob die beiden Festnahmen mit der seit Mittwoch laufenden Fahndung nach vier mutmaßlichen Islamisten mit Verbindungen zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zusammenhängen.

GenfNach der Erhöhung der Terrorwarnstufe in Genf sind dort laut einem Medienbericht zwei Verdächtige festgenommen worden. In ihrem Auto seien Sprengstoffspuren gefunden worden, berichtete der öffentlich-rechtliche Schweizer Fernsehsender SRF am Freitagabend. Die Polizei bestätigte lediglich Tests an einem Fahrzeug.

Den Bericht über die beiden Festnahmen wollte der Polizeisprecher nicht bestätigen. Die Schweizer Bundesanwaltschaft erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur sda, es habe keine Festnahmen im Zusammenhang mit der terroristischen Bedrohung im Raum Genf gegeben.

Terrorgefahr in Genf: Polizei fahndet noch nach Verdächtigen

Terrorgefahr in Genf

Polizei fahndet noch nach Verdächtigen

Terroristen des IS oder der Al-Kaida planen möglicherweise Anschläge in der Uno-Metropole Genf. Nach entsprechenden Hinweisen kurz vor Syriengesprächen läuft eine Großfahndung nach Verdächtigen.

Die Genfer Polizei hatte am Donnerstag die Alarmstufe auf drei von fünf erhöht und ließ diese am Freitag unverändert. Am Mittwochabend war der UN-Sitz in Genf geräumt und durchsucht worden. Die Bundesanwaltschaft erklärte, sie habe ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, "um ein terroristisches Ereignis zu verhindern".

Trotz einer möglichen Terrorgefahr wollen die Genfer Behörden Menschenansammlungen am Wochenende nicht verbieten. Die berühmte jährliche Kostümparade Escalade werde ebenso stattfinden wie andere öffentliche Veranstaltungen, teilte die Genfer Sicherheitsbehörde mit. Die Sicherheitswarnstufe bleibe aber unverändert hoch und die Polizei werde weiter verstärkt auf den Straßen patrouillieren.

Am Genfer Flughafen riegelte die Polizei am Freitag einen Bereich ab, nachdem dort zwei verdächtige Taschen entdeckt worden waren. Ein Flughafensprecher sagte später, dass darin keine Bomben gefunden wurden und auch keine Flüge verzögert wurden. Der Besitzer einer der Taschen wurde gefunden, die zweite Tasche wurde vom Entschärfungskommando zerstört.

Am Büro der Vereinten Nationen waren wie an anderen Diplomatenstandorten in Genf Wachen mit Maschinenpistolen postiert. Es gebe aber keine spezifische Drohung gegen die UN, sagte Sprecher Michele Zaccheo.

Die Zeitung "La Tribune de Genève" berichtete, der Hinweis auf die Gefährdung stamme ursprünglich aus den USA. Darin seien neben Genf auch die US-Metropole Chicago und die kanadische Stadt Toronto als derzeit besonders gefährdet eingestuft worden.

Die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, die zugleich Innenministerin ist, sagte nach Angaben der sda, die Warnung vor einer terroristischen Bedrohung in Genf stamme von einem ausländischen Geheimdienst. Es gebe keinen Hinweis, dass die Schweiz derzeit ein direktes Ziel des IS sei.

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