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03.01.2010

18:44 Uhr

Terrorismus

Medwedjew fordert „Einheitsfront gegen den Terror“

Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew ruft die internationale Gemeinschaft nach den schweren Anschlägen vom Neujahrstag in Pakistan zu einer verstärkten Zusammenarbeit gegen den Terrorismus auf. Unterdessen starben bei zwei neuen Anschlägen in der Region sechs Menschen.

Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew will die Kräfte gegen den internationalen Terrorismus stärker bündeln. ap

Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew will die Kräfte gegen den internationalen Terrorismus stärker bündeln.

MOSKAU. Nach dem Selbstmordanschlag mit mindestens 95 Toten in Pakistan hat Kremlchef Dmitrij Medwedjew die internationale Gemeinschaft zu einer "Einheitsfront gegen den Terror" aufgerufen.

"Alle Terroristen haben eine blutige Gemeinsamkeit: eine grenzenlose Grausamkeit und Gleichgültigkeit gegenüber menschlichen Schicksalen, um ihre selbstsüchtigen Ziele zu erreichen." Das sagte der russische Präsident in einer Stellungnahme, aus der die Staatsagentur Ria Nowosti am Sonntag zitierte. Moskau sei empört über das jüngste Verbrechen und rufe alle verantwortungsbewussten Länder auf, die Kräfte im Kampf gegen den internationalen Terrorismus zu bündeln.

Bei einem Angriff einer unbemannten US-Drohne am Sonntag wurden im Westen Pakistans zwei Menschen getötet. Wie der pakistanische Sender Geo-TV berichtete, wurde das Haus eines bekannten militanten Islamisten in Nord-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan von einer Rakete getroffen. Zwei Extremisten seien dabei ums Leben gekommen, hieß es. Das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet dient radikalislamischen Taliban und den mit ihnen verbündeten El-Kaida - Kämpfern als Rückzugsgebiet.

Mindestens sechs Menschen starben bei zwei neuen Anschlägen .Ein ehemaliger Minister der Nordwest-Grenzprovinz, Ghani-ur- Rehman, starb am Sonntag bei einem neuen Attentat. Auch drei seiner Leibwächter kamen ums Leben, als ihr Wagen von einer ferngezündeten Bombe in die Luft gesprengt wurde. Der Anschlag ereignete sich nahe der Stadt Hangu 100 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Peshawar. Fünf Menschen wurden verletzt.

Kommentare (1)

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Max

03.01.2010, 20:45 Uhr

Soso....mischt jetzt auch noch Russland mit im "Kampf gegen den Terror".
Fehlt nur noch China. Dann sitzen alle im selben boot und das Chaos kann beginnen.
Eine weltweite neue "Finanzstruktur" ist ja dann auch fällig.
bisher haben China und Russland sich ja geweigert sowas durchzuziehen.

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