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29.01.2007

13:08 Uhr

Terrorismus

Türkei nimmt 46 El-Kaida-Verdächtige fest

Die türkische Polizei hat 46 mutmaßliche Mitglieder des Extremistennetzwerks El Kaida festgenommen. Offenbar gingen den Zugriffen der Beamten langwierige Ermittlungen voraus: Die Verdächtigen seien bis zu dreieinhalb Jahre lang observiert worden, heißt es in Berichten türkischer Medien.

HB ISTANBUL. 25 Personen seien in der zentral-türkischen Stadt Konya aufgegriffen worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anatolien am Montag. Eines der Ziele dort sei eine von den Behörden nicht genehmigte Religionsschule gewesen, berichtete der türkische Nachrichtensender NTV. Bei Razzien in den Provinzen Istanbul, Izmir, Kocaeli und Mardin habe die Polizei 21 weitere Verdächtige in Gewahrsam genommen. Über konkrete Anschlagspläne wurde zunächst nichts bekannt.

El-Kaida-Extremisten hatten im November 2003 mehrere Selbstmordattentate in Istanbul verübt, bei denen mehr als 60 Menschen getötet worden waren. Ziele der Angriffe waren zwei Synagogen, das britische Konsulat und die Dienststelle einer ausländischen Bank.

Seit den Bombenanschlägen ist die türkische Polizei mehrfach gegen mutmaßliche islamistische Kämpfer vorgegangen. So verurteilte ein türkisches Gericht am Freitag sieben Extremisten, weil sie einer Bande angehörten, die US-Präsident George W. Bush während des Nato-Gipfels 2004 in Istanbul töten wollte.

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