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27.09.2013

10:31 Uhr

Terroristen drohen Kenia

„Macht euch auf eine Menge Blut gefasst“

Nach dem Anschlag auf das Einkaufszentrum in Nairobi hat die Al-Shabaab-Miliz ihre tödlichen Attacken in Kenia fortgesetzt. Die Terroristen drohen mit weiteren Taten, wenn das Land ihre Forderungen nicht erfüllt.

Bewaffnete Polizisten stürmen die Westgate Mall in Nairobi. Terroristen der Al-Shabaab-Miliz hatten sich nach einem Anschlag dort vier Tage mit Geiseln verschanzt. ap

Bewaffnete Polizisten stürmen die Westgate Mall in Nairobi. Terroristen der Al-Shabaab-Miliz hatten sich nach einem Anschlag dort vier Tage mit Geiseln verschanzt.

NairobiNach dem blutigen Terrorangriff von Nairobi droht Kenia noch tiefer in einen Strudel islamistischer Gewalt zu geraten. Kämpfer der Al-Shabaab-Miliz griffen am frühen Donnerstagmorgen zwei Städte nahe der Grenze zu Somalia an und töteten drei Menschen. Der Führer der Extremistengruppe drohte mit weiteren Anschlägen, falls Kenia nicht seine Truppen aus dem Nachbarland Somalia abziehe.

Bei der Attacke von Al-Shabaab-Kämpfern auf den Grenzort Mandera wurden am Donnerstag zwei Polizisten getötet. Drei weitere wurden verletzt, wie der örtliche Polizeichef Charlton Mureithi mitteilte. Demnach zerstörten die Angreifer zudem elf Fahrzeuge.

Kurz zuvor attackierte die Miliz die 390 Kilometer südwestlich von Mandera gelegene Stadt Wajr. Dort wurde ein Mensch getötet und vier weitere verletzt, als ein Bewaffneter das Feuer eröffnete und mit Granaten um sich warf.

Es gebe für Kenia keinen Weg, „diesem Krieg der Zermürbung im eigenen Land zu entgehen: Trefft heute eure Wahl und zieht alle eure Truppen ab“, erklärte Al-Shabaab-Chef Mukhtar Abu Zubeyr am Mittwochabend in einer im Internet verbreiteten Botschaft. „Andernfalls macht euch auf eine Menge Blut gefasst, das in eurem Land fließen wird, auf wirtschaftlichen Niedergang und Vertreibung“, drohte der auch als Godane bekannte Extremistenführer weiter.

Zubeyr nahm auch noch einmal auf den Westgate-Überfall Bezug. Die Attacke habe nicht nur Kenia gegolten, sondern sei auch als Vergeltung für westlichen Staaten zu verstehen, die die kenianische Invasion unterstützten und das Blut unschuldiger Muslime vergossen hätten

In Kenia herrschte nach dem Terrorangriff weiter Staatstrauer. Die Behörden stellten sich auf viele weitere Leichen ein, die noch immer in der Mall vermutet werden. Dort hatten am vergangenen Samstag Kämpfer der Al-Shabaab-Miliz ein Blutbad mit mindestens 67 Toten angerichtet und sich vier Tage lang mit Geiseln in dem Gebäude verschanzt. Durch eine groß angelegte Befreiungsoperation endete der Nervenkrieg schließlich am späten Dienstagabend. Mindestens fünf Al-Shabaab-Angreifer wurden getötet, elf weitere wurden festgenommen.

Kommentare (2)

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undertaker

27.09.2013, 11:13 Uhr

Die Weltgemeinschaft muß endlich mal das Übel an der Wurzel angehen und die Terroristen-Unterstützerstaaten, wie z.B. Saudi-Arabien und Katar zur Rechenschaft ziehen. Der kleine WM-Beduinenstaat hat schon mehr als drei Milliarden US-Dollar für die syrischen Terroristen ausgegeben.
Die USA müssen sich auch endlich mal entscheiden, ob sie weiterhin diesen terroristischen Abschaum unterstützen wollen; jedenfalls vor diesem Hintergrund uns Assad als Monster darzustellen, zieht doch nicht mehr.

Globetrotter

27.09.2013, 15:59 Uhr

Putin hat schon recht gehabt als er Saudiarabien mit Luftangriffen gedroht hat, als diese ihm unverholen mit ihrem Einfluss auf die Tschetschenen und Terrorangriffe in Sotschi drohten.
Mit den Wahhabiten sowie den Mullahs haben wir zwei Hauptübel. Deren Früchte sehen wir nun nicht mehr nur in Pakistan, Afghanistan und Irak sondern jetzt auch als arabischer Frühling wie in Syrien und zwischenzeitlich auf der ganzen Welt.
Die Kenianer sind nun auch ein direktes Frontland geworden und können einem echt Leid tun.

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