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08.01.2009

12:48 Uhr

Terrorserie

Pakistan: Terror-Eingeständnis mit Folgen

Die Regierung in Islamabad hat erstmals offiziell die Verwicklung pakistanischer Terroristen in die Terrorserie in der indischen Metropole Bombay eingeräumt. Kurz nach dem Eingeständnis wurde überraschend der Sicherheitsberater der Regierung entlassen.

Vor allem das Luxushotel „Taj Mahal“ stand im Visier der Terroristen. Foto: dpa Quelle: dpa

Vor allem das Luxushotel „Taj Mahal“ stand im Visier der Terroristen. Foto: dpa

HB ISLAMABAD. Der Sprecher des Außenministeriums, Mohammed Sadiq, bestätigte am späten Mittwochabend gegenüber der staatliche Nachrichtenagentur APP, dass der einzige überlebenden und in Indien inhaftierte Angreifer, Ajmal Amir Kasab, pakistanischer Staatsbürger sei. Die Ermittlungen dauerten jedoch an. Pakistan sei entschlossen, alle Einzelheiten aufzudecken, so Sadiq.

Kurz nach dem Eingeständnis entließ Premierminister Yousaf Raza Gilani überraschend den Sicherheitsberater der Regierung, Mehmud Ali Durrani. Dieser habe sich „unverantwortlich“ verhalten und sich in wichtigen Fragen der nationalen Sicherheit nicht mit Premierminister abgestimmt, hieß es in einer Stellungnahme des Regierungschefs. Durrani hatte am Mittwoch noch vor der offiziellen Bekanntgabe des Außenministeriums in einem Fernsehinterview angedeutet, dass Kasab Pakistaner sein könnte.

Bei der Terrorserie in Bombay waren Ende November mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen. Indien hatte am Montag Unterlagen an Pakistan übergeben, die Vernehmungsprotokolle mit Kasab enthielten. Der Mann hatte nach indischen Angaben zugegeben, pakistanischer Staatsbürger zu sein. Islamabad hatte das zunächst zurückgewiesen.

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