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01.03.2017

17:08 Uhr

Terrorvorwurf

Verhandlungen im Fall Dündar fortgesetzt

Gegen das Urteil wegen Geheimnisverrats aus dem letzten Jahr hat Can Dündar bereits Berufung eingelegt. Gegen den früheren „Cumhuriyet“-Chefredakteur und zwei weitere Personen läuft aber noch ein weiterer Prozess.

Gegen den ehemaligen „Cumhuriyet“-Chefredakteur läuft in der Türkei ein Verfahren. dpa

Can Dündar

Gegen den ehemaligen „Cumhuriyet“-Chefredakteur läuft in der Türkei ein Verfahren.

IstanbulDer Prozess gegen den früheren Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“, Can Dündar, wegen Terrorvorwürfen ist in der türkischen Metropole Istanbul fortgesetzt worden. In der Verhandlung am Mittwoch wurden nach Angaben der „Cumhuriyet“ unter anderem weitere Zeugen gehört. Einen Antrag der Verteidigung, den unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Prozess öffentlich zugänglich zu machen, habe das Gericht abgelehnt. Nächster Verhandlungstag ist der 27. April.

Neben Dündar ist der Hauptstadtbüroleiter der „Cumhuriyet“, Erdem Gül, wegen Unterstützung einer „bewaffneten Terrororganisation“ angeklagt. Ebenfalls angeklagt ist der Abgeordnete der Mitte-Links Partei CHP, Enis Berberoglu, dem die Staatsanwaltschaft nach Angaben der „Cumhuriyet“ unter anderem die Veröffentlichung geheimer Dokumente zu Spionagezwecken vorwirft.

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Der Prozess war von einem Verfahren abgetrennt worden, bei dem Dündar und Gül im Mai vergangenen Jahres wegen Geheimnisverrats zu fünf Jahren und zehn Monaten beziehungsweise fünf Jahren Haft verurteilt worden waren.

Grundlage für die Prozesse ist die Veröffentlichung geheimer Dokumente in der „Cumhuriyet“ 2015, die türkische Waffenlieferungen an Islamisten in Syrien belegen sollen. Gegen das Urteil haben Dündar und Gül Berufung eingelegt. Dündar hält sich zurzeit in Deutschland auf.

Von

dpa

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