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03.03.2011

15:24 Uhr

Teures Öl

Lebensmittelpreise auf Rekordniveau

Teures Öl, Missernten und Spekulationsgeschäfte haben die Lebensmittelpreise auf Rekordhöhe getrieben. Dies teilte die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation mit. Ein Ende des Preisanstieges sei nicht in Sicht.

Die Preise für Getreide sind in den vergangenen Monaten stark angestiegen. Quelle: dpa

Die Preise für Getreide sind in den vergangenen Monaten stark angestiegen.

MailandDie Lebensmittelpreise bleiben weltweit auf Rekordniveau. Ein Ende ist nach Einschätzung der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) nicht absehbar. Aufschluss über die weitere Entwicklung könnten erst Ernte-Daten im April liefern, teilte die Organisation am Donnerstag mit. Im Februar waren Nahrungsmittel so teuer wie nie. Seit acht Monaten gehen die Preise nach oben, was vor allem die Armen trifft. Steigende Lebensmittelpreise waren eine der Ursachen der Proteste in Tunesien und Ägypten, welche die Präsidenten beider Länder aus dem Amt fegte. Der teure Öl könnte einen größeren Einfluss auf die Getreidepreise haben als bislang angenommen, sagte FAO-Volkswirt Abdolreza Abbassian. Klettert der Preis, geben die auf den Sprit angewiesenen Bauern und Spediteure den Aufschlag oftmals an die Verbraucher weiter. Der Ölpreis steigt unter anderem, weil Händler eine Ausweitung der Unruhen in Förderländern wie Libyen befürchten. Das könnte die Versorgung gefährden.

Zudem haben Missernten und Spekulationsgeschäfte die Preise für Getreide in den vergangenen Monaten in die Höhe getrieben - in den USA verteuerten sich Weizensorten seit Anfang des Jahres zum Teil um 60 Prozent.

Die FAO warnte, dass wichtige Importeure große Lagerbestände aufbauten und so versuchten, die politisch unruhige Phase zu überstehen. Die Lager seien über den notwendigen Bedarf hinaus gefüllt. Das erzeuge an den Märkten neue Unsicherheit und beschleunige die Preisschwankungen.

 

Von

rtr

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