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23.05.2016

18:15 Uhr

Thailand

„Zu viel Recht und Ordnung“

Ohne Blutvergießen putschten sich die thailändischen Streitkräfte vor zwei Jahren an die Macht. Doch ob sich die Lage seitdem zum Besseren gewandelt hat, ist fraglich. Einige behaupten sogar das Gegenteil.

Das Militär in Thailand hat vor zwei Jahren die Macht übernommen. Seitdem läuft nicht unbedingt alles besser. AP

An der Macht

Das Militär in Thailand hat vor zwei Jahren die Macht übernommen. Seitdem läuft nicht unbedingt alles besser.

BangkokAm frühen Abend des 22. Mai 2014 färbten sich alle Fernsehschirme in Thailand blau. Ein Militärwappen wurde eingeblendet: Das erste Zeichen für den Wandel. Unvermittelt tauchte der Hereschef des Landes auf und erklärte, er übernehme nun die Macht. Ohne auch nur einen einzigen Schuss abzugeben und ohne jedes Blutvergießen war den Streitkräften ihr zweiter Putsch innerhalb von acht Jahren gelungen, ihr zwölfter seit dem Ende der absoluten Monarchie 1932.

Mit ernster Miene erklärte Heereschef Prayuth Chan Ocha, er habe nach sechs Monaten politischen Stillstands, Protesten und tödlicher Gewalt die Kontrolle übernommen, um die Stabilität im Land wieder herzustellen. Sein Ziel sei es, die politische Teilung zu überwinden.

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Die Thailänder mögen die Militärherrschaft – behauptet jedenfalls die Militärregierung. Der Juntachef lässt dafür als Neujahrsgeschenk für sein Volk den Song „Weil Du Thailand bist“, veröffentlichen.

Zwei Jahre später ist das Land noch immer fest in der Hand der Streitkräfte, auch wenn Prayuth sich inzwischen nicht mehr General nennt, sondern Ministerpräsident. Äußerlich betrachtet ist Thailand zur Normalität zurückgekehrt. Die Straßen der Hauptstadt Bangkok sind verstopft wie eh und je, die Demonstranten halten sich fern, in den Ferienorten und an den Stränden wimmelt es vor Touristen. Doch wächst im Volk die Unzufriedenheit.

Was denken die Menschen über den Putsch, und wie hat sich das Land in den zwei Jahren unter militärischer Kontrolle verändert? Die Nachrichtenagentur AP dokumentiert die Sichtweise von thailändischen Bürgern.

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