Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.06.2014

12:51 Uhr

Tiananmen-Massaker

China protestiert gegen US-Statement

China ist „äußerst unzufrieden“: Mit ihrem Statement zum Tiananmen-Massaker habe sich die USA in die inneren Angelegenheiten der Volksrepublik eingemischt. In Peking war ein öffentliches Gedenken nicht möglich.

In Hongkong gedachten Tausende Demonstranten mit Kerzen den Opfern des Tiananmen-Massakers. dpa

In Hongkong gedachten Tausende Demonstranten mit Kerzen den Opfern des Tiananmen-Massakers.

PekingChina hat die Stellungnahme der US-Regierung zum 25. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking scharf zurückgewiesen. Diese missachte vollkommen die Tatsachen, sagte Außenministeriumssprecher Hong Lei in der Nacht zum Donnerstag. Der chinesischen Regierung würden grundlos Vorwürfe gemacht. Dies sei eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Volksrepublik sowie einen Verstoß gegen die Gepflogenheiten im Umgang von Staaten untereinander. China sei „äußerst unzufrieden“ und habe bei der Regierung in Washington Protest eingereicht.

Die USA hatten China am Mittwoch aufgefordert, Rechenschaft über die Vorgänge von 1989 abzulegen. Sie ehrten diejenigen, die bei der Niederschlagung der Demokratiebewegung ums Leben kamen und erklärten, jederzeit für die Freiheitsrechte einzutreten, die die Demonstranten gefordert hatten.

Für die regierende Kommunistische Partei sind die Vorgänge auf dem Tiananmen-Platz am 4. Juni 1989 tabu. Der Einsatz der Armee sei damals zum Wohle des Volkes geschehen. Totenzahlen wurden niemals veröffentlicht. Menschenrechtsgruppen und Augenzeugen berichten von mehreren Hundert bis mehreren Tausend Opfern, als Panzer den Weg zum Platz des Himmlischen Friedens im Zentrum der Hauptstadt freischossen. Demonstranten hatten dort sechs Wochen lang mehr Demokratie gefordert.

Der Mann gegen den Panzer: So entstand das legendäre Foto

Der Mann gegen den Panzer

So entstand das legendäre Foto

Vor 25 Jahren zerschlägt Chinas Militär den Wunsch nach Freiheit von Tausenden Studierenden in Peking. Stunden später stoppt ein Mann auf offener Straße eine Panzerkolonne. Das Bild von ihm geht um die Welt.

In Peking verhinderte die Staatsführung mit einem massiven Polizeiaufgebot am Mittwoch ein öffentliches Gedenken. In der Sonderverwaltungszone Hongkong nahmen allerdings Zehntausende an einer Kerzen-Mahnwache teil. In London wollten zwei Mitarbeiter von Amnesty International Blumen auf den Stufen der chinesischen Botschaft niederlegen. Sie wurden nach Angaben der Menschenrechtsgruppe dabei jedoch von chinesischen Behördenvertretern tätlich angegangen.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

06.06.2014, 10:34 Uhr

Interessante Informationen zum Thema:
"Die Lüge vom Tiananmen-Massaker"
von Gerhard Wisnewski

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/gerhard-wisnewski/china-die-luege-vom-tiananmen-massaker.html

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×