Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.12.2014

14:24 Uhr

Todesstrafe in Pakistan

Premier will Taliban-Extremisten hinrichten lassen

Nach dem blutigen Taliban-Angriff auf eine Schule will Pakistan die Todesstrafe wieder vollstrecken und 500 verurteilte Extremisten hinrichten lassen. Bei dem Attentat vor einer Woche waren 149 Menschen getötet worden.

Das Attentat auf eine pakistanische Schule war der schwerste Anschlag in der Geschichte des Landes. ap

Das Attentat auf eine pakistanische Schule war der schwerste Anschlag in der Geschichte des Landes.

IslamabadNach dem Massaker der Taliban an einer Schule in Peshawar will die pakistanische Regierung in den kommenden Wochen rund 500 Terroristen hängen. „Für die Hinrichtungen ist grünes Licht gegeben worden“, sagte der Sprecher von Premierminister Nawaz Sharif, Musadik Malik, am Montag in Islamabad.

„Rund 500 werden in der ersten Phase gehängt werden“, sagte Malik. Die Vollstreckungen dieser Todesstrafen könnten zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen. Malik zitierte Sharif mit den Worten: „Für diejenigen, die unsere Kinder, Bürger und Soldaten ermordet haben, wird es keine Gnade geben.“

Die Bundesregierung forderte Pakistan auf, keine weiteren Terroristen mehr hinzurichten. Die Regierung lehne die Todesstrafe generell ab, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin. Sharif hatte vergangene Woche ein seit 2008 geltendes Moratorium für die Vollstreckung der Todesstrafe aufgehoben. Hunderte Verurteilte warten in Pakistan auf die Vollstreckung der Todesstrafe.

Seitdem wurden sechs Aufständische gehängt. Sie waren wegen eines Angriffs auf das Armee-Hauptquartier 2009 beziehungsweise wegen eines gescheiterten Anschlags auf den früheren Militärmachthaber Pervez Musharraf 2003 verurteilt worden. Die pakistanischen Taliban (TTP) hatten am Wochenende mit Vergeltung gedroht, sollten die Hinrichtungen andauern.

Im Zusammenhang mit dem Schulmassaker nahm die Polizei mehrere Menschen fest. „Einige Verdächtige, die auf die eine oder andere Art Unterstützer waren, sind festgenommen worden“, sagte Innenminister Chaudhry Nisar Ali Khan am Sonntagabend.

Nach Taliban-Überfall: Pakistan erlaubt wieder die Todesstrafe

Nach Taliban-Überfall

Pakistan erlaubt wieder die Todesstrafe

Pakistan hat nach dem Überfall von Taliban-Extremisten auf eine Schule die Todesstrafe wieder zugelassen. Seit 2008 war sie ausgesetzt gewesen. Afghanische Taliban verurteilen Angriff mit mehr als 140 Toten.

Er warnte vor weiteren Anschlägen der Taliban. „Wir erhalten Geheimdienstinformationen, dass sie mehr Angriffe wie in Peshawar planen.“ Aus dem Innenministerium hieß es, zu den Festnahmen sei es in und um die Stadt Peshawar herum sowie in der ostpakistanischen Provinz Punjab gekommen.

Am Dienstag vergangener Woche hatten sieben TTP-Kämpfer eine von der Armee betriebene Schule in der nordwestpakistanischen Provinzhauptstadt Peshawar gestürmt. 135 Schüler sowie 13 Angestellte der Schule kamen ums Leben, auch die sieben Angreifer wurden getötet.

Die TTP sprach von einem Racheakt für eine seit Mitte Juni andauernde Militäroffensive gegen die Extremisten. Die Armee hat die Offensive nach dem Schulmassaker verschärft.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

22.12.2014, 13:35 Uhr

Es gab immer mal wieder Episoden in der Menschheitsgeschichte, wo der erst einmal ausgebrochene und wütende Wahnsinn nur durch Ströme aus Blut und Elend weg geschwemmt werden konnte, um dann wieder bessere und humanere Zeiten zu erleben. Staaten die sich voll im Griff des Islamismus befinden werden wohl diesen Wahnsinn nur auf ähnliche Art und Weise ausmerzen können oder es verbleibt eine ewig eiternde Wunde. Neu an dem Wahnsinn Islamismus ist allerdings, dass er von einem Welthegemon, aufgrund eigener egoistischer Motive, gefördert und benutzt wird um ganze Weltregionen zu destabilisieren, eigene Machtpolitik durchzusetzen und um den gigantischen Geheimdienst- und Militärapparat gegenüber den eigenen Bürgern und der übrigen Welt zu rechtfertigen. Dieser Welthegemon hat sich mit dieser ganz üblen Perfidität verzockt, der größte Teil der Welt hat die Schnauze voll von ihm, er wird definitiv als Welthegemon vom Thron gestoßen und die EU wird als Vasall das Schicksal des Welthegemon teilen und ebenfalls untergehen!

Feuer kann manchmal nur mit Feuer bekämpft werden und Wahnsinn manchmal nur noch mit Wahnsinn! Schlachtet die Islamisten gnadenlos ab wo ihr sie trefft, es ist die Zeit des Blutes gekommen. Hört nicht auf Multikulti-Gutmenschen, sie sind die übelsten Charakterschweine direkt nach den Wahnsinnigen. Zeigt allen diesen Wahnsinnigen den Weg ins Paradies zu ihren 72 Jungfrauen und jeder kann später glücklich werden!!!

Pakistan sollte nicht auf die Bundesregierung und andere hören. Sie sollten alle 500 Extremisten öffentlich hinrichten und deren "Homeland" endlich unter strikter militärischer Kontrolle bringen und ebenfalls von Extremisten säubern!

Herr Bernhard Wulle

23.12.2014, 13:31 Uhr

Ob die Hinrichtung der Terroristen "etwas bringt" oder man diesen nicht noch einen Gefallen damit tut, indem man ihnen auf diese Weise vielleicht einen Märtyrer-Status ermöglicht, sei mal dahingestellt.
Eins ist aber klar: Es hat die deutsche Bundesregierung nicht im Geringsten zu interessieren! Es ist einzig und allein die Sache Pakistans, wie es Terrorismus bestraft. Für wen halten sich "unsere" Politiker überhaupt, daß sie den Pakistanis Vorschriften bezüglich deren innerer Angelegenheiten machen? Man muß sich außerdem die Frage stellen, was solche Politiker umtreibt. Haben die keine anderen Sorgen? Wessen Interessen vertreten sie? Etwa diejenigen der Terroristen von Pakistan? Wollen unsere Funktionseliten in diesen Geruch kommen, sollen sie nur so weitermachen...das sie mit diesem Gebahren Deutschland international der Lächerlichkeit preisgeben, ist unverzeihlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×