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19.05.2014

07:11 Uhr

Tote bei Anschlag in Nigeria

Attentäter zündet Sprengstoff in Ausgehviertel

Mehrere Menschen sind bei der Explosion einer Autobombe in der nordnigerianischen Stadt Kano ums Leben gekommen. Der Sprengsatz wurde in einem Stadtteil gezündet, in dem vor allem Christen leben.

Nigeria kommt nicht zur Ruhe: Diese Frau kämpft für die Mädchen, die von Boko-Haram-Terroristen entführt wurden, nun erschüttert ein Selbstmordanschlag das Land. Reuters

Nigeria kommt nicht zur Ruhe: Diese Frau kämpft für die Mädchen, die von Boko-Haram-Terroristen entführt wurden, nun erschüttert ein Selbstmordanschlag das Land.

LagosBei einem Selbstmordanschlag in einem belebten Viertel der Stadt Kano im Norden von Nigeria sind möglicherweise bis zu zehn Menschen ums Leben gekommen. Während der Sender Channels TV und die Zeitung „Rhe Sun“ in Lagos von zehn Todesopfern berichteten, meldeten andere Quellen fünf Tote. Offizielle Angaben zu dem Anschlag vom späten Sonntagabend lagen nicht vor.

Übereinstimmend hieß es, ein Selbstmordattentäter habe seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen in einer belebten Straße im Stadtteil Sabongari gezündet. In der Straße gibt es zahlreiche Bars und Restaurants. In dem Stadtteil leben überwiegend Christen. Die Explosion war demnach kilometerweit zu hören.

Terror in Nigeria: Im Würgegriff der Islamisten

Terror in Nigeria

Im Würgegriff der Islamisten

300 Schülerinnen hat die islamistische Terrororganisation Boko Haram in Nigeria entführt. Die selbst ernannten „Taliban“ verbreiten im Land Angst und Schrecken. Doch die Machthaber schauen untätig zu.

Im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias kämpft die Islamistengruppe Boko Haram für einen islamistischen Staat. Die Extremisten werden auch als Taliban Nigerias bezeichnet, der Name der Gruppe bedeutet übersetzt etwa: „Westliche Bildung ist Sünde“. Seit dem Jahr 2009 verübt Boko Haram immer wieder Anschläge auf Polizei, Armee und Behörden, aber auch auf Kirchen und Schulen.

Allein in diesem Jahr wurden fast 2000 Menschen bei Angriffen der Gruppe getötet. Mitte April überfielen Boko-Haram-Kämpfer zudem eine Schule in der Stadt Chibok im nordöstlichen Bundesstaat Borno und verschleppten 276 Schülerinnen. Mehrere Mädchen konnten sich befreien, noch immer werden aber 223 von ihnen an einem unbekannten Ort festgehalten.

Erst am Samstag hatten Frankreich und fünf afrikanische Länder bei ihrem Gipfel in Paris ein entschlossenes Vorgehen gegen die in Nigeria aktive islamistische Terrororganisation Boko Haram beschlossen.

Kommentare (2)

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19.05.2014, 08:22 Uhr

Seltsam nicht? Wo immer Energierohstoffe wie Gas oder Öl auszubeuten sind oder Pipelines geplant sind, tauchen irre Extremisten auf (besonders die bei unseren US-Freunden so beliebten "Islamisten" wie z.B. Al-CIAda oder Boko Haram) und machen Ärger. Bis das Land von US-Truppen oder Truppen aus deren Vasallenstaaten besetzt, ähemmm beschützt wird. Wirklich sonderbar, wie diese Terroristen weltweit agieren!

http://en.wikipedia.org/wiki/Trans-Saharan_gas_pipeline

Hauptgaslieferanten für Europa und ihre Reserven

http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/a-967798.html

Ähnliches passiert übrigens in Kenia. Dort gibt es sporadisch ebenfalls islamistischen Terror, wohl je nachdem wie die Verhandlungen mit den Chinesen fortschreiten. Kürzlich ist er wieder aufgeflammt und siehe da, die Regierung in Nairobi hat mit den Chinesen den Ausbau einer Eisenbahnlinie vereinbar, geplant letzlich bis hin zum Süd-Sudan (wo es gerade auch wieder ethnische Konflikte/Bürgerkrieg gibt).

Die Welt ist doch klein, und das US-Center Africom in Stuttgart groß.

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19.05.2014, 16:03 Uhr

Wo ist der Aufschrei von Hr. Gauck, Hr. Wulff bzw. der christlichen Kirchen in Deutschland? Wieder nur stillschweigende Zustimmung!!!!

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