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25.12.2011

14:55 Uhr

Tote und Verletzte

Anschlags-Serie gegen Christen in Nigeria

In Nigeria sind am ersten Weihnachtsfeiertag bei einer ganzen Reihe von Anschlägen auf Kirchen Dutzende Menschen getötet worden. Die Behörden fürchten eine koordinierte Angriffswelle der radikalislamischen Sekte Boko Haram. Erinnerungen an die Anschläge im vergangenen Jahr werden wach.

Bewohner von Madala nahe der nigerianischen Hauptstadt Abuja blicken nach der Explosion einer Autobombe vor einer katholischen Kirche auf das ausgebrannte Wrack. AFP

Bewohner von Madala nahe der nigerianischen Hauptstadt Abuja blicken nach der Explosion einer Autobombe vor einer katholischen Kirche auf das ausgebrannte Wrack.

AbujaIn Nigeria sind am ersten Weihnachtsfeiertag bei einer ganzen Reihe von Anschlägen auf Kirchen Dutzende Menschen getötet worden. Allein bei einem Bombenattentat auf eine katholische Kirche in einem Vorort der Hauptstadt Abuja seien mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen, teilte der Katastrophenschutz am Sonntag mit. Der Sprengsatz wurde während des Gottesdienstes gezündet. Zu der Anschlagsserie bekannte sich die Islamistengruppe Boko Haram. In einer bei der Presse eingegangenen Stellungnahme erklärte Abu Qaqa, der als Sprecher der Islamisten fungiert, die Gruppe habe die Anschläge verübt.

Ein Sprecher des Katastrophenschutzes Nema sagte, er könne noch keine genauen Opferzahlen nach dem Anschlag bei Abuja nennen. Derzeit gehe man von 25 Toten aus. Augenzeugen berichteten, die Kirche Sankt Theresa in Madala, einem Vorort von Abuja, sei voll besetzt gewesen. „Ich war mit meiner Familie in der Kirche“, berichtete ein Mann. Als er die Explosion gehört habe, sei er nach draußen gerannt. „Jetzt weiß ich nicht, wo meine Kinder und meine Frau sind.“ Einige Augenzeugen berichteten, die Explosion habe sich in der Kirche ereignet, andere vermuteten den Sprengsatz dagegen außerhalb des Gebäudes. Durch die Wucht der Detonation seien in der Umgebung Fensterscheiben zu Bruch gegangen.

In Madala ging gerade eine Weihnachtsmesse zu Ende, als die Bombe explodierte. Die Polizei vermutet, es könne sich möglicherweise um eine Autobombe gehandelt haben. Unter den Toten waren mindestens drei Polizisten. Zudem wurden zahlreiche Menschen verletzt. Die Rettungskräfte befürchten weitere Todesopfer, sagte ein Behördensprecher der Nachrichtenagentur dpa. Viele Leichen seien durch die Explosion verstümmelt, was eine Identifikation erschwere, berichteten Augenzeugen. Auch umliegende Gebäude wurden durch die Explosion beschädigt.

Kommentare (14)

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stupid

25.12.2011, 15:52 Uhr

Kann ich nicht verstehen…

Diese friedlichste Religion der Welt…

Werden da etwa von dieser
friedlichste Religion der Welt
die meisten Menschen umgebracht…

Kulturbereicherer nennen unsere Politiker sie…

Aha!

Ach sooo!

Jetzt hab ich es verstanden…

ODER…

Fred_Kirchheimer

25.12.2011, 17:27 Uhr

Na ja, das Christentum ist eine für Afrikaner wesensfremde Religion, gebracht von den Besatzern und Plünderern.
So wie diese Religion ja auch erst mit den römischen Besatzern nach Deutschland gekommen ist. Die dummen Zentraleuropäer haben sich angepaßt und der Nigerianer ist noch so geerdet, daß er sich gegen das Böse - erkennbar am Kreuz und dem widersprüchlichen Handeln - wehrt.
Also Christen, schwört dem Aberglauben (von wegen Sohn Gottes und so. Apropos Sohn Gottes: Ich kenne meine Söhne und da heißt keiner Jesus) ab. Geht ins gelobte Land, denn nur dort werdet ihr glücklich sein. Ich beziehe mich mit dieser Phrase ganz bewußt auf die sog. christliche Union, die vor Jahrzehnten - ganz tolerant - Freidenkern geraten hat, in die DDR übzusiedeln: Dann geht doch rüber, du Kommi!

LIW

25.12.2011, 17:47 Uhr

Traurige Tatsache ist, dass Christen heute die weltweit am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft sind (Quelle: Kopten ohne Grenzen)

Nach Schätzungen von Menschenrechtlern werden außerdem bis zu 200 Millionen von insgesamt 2,2 Milliarden Christen diskriminiert. Rund 80 Prozent der Menschen, die weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen.

Interessanterweise scheint das aber in Europa keinen wirklich zu stören.

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