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14.01.2004

07:48 Uhr

Tote und Verletzte

Erneut heftige Explosion im Zentralirak

Eine gewaltige Explosion hat am Mittwochmorgen die irakische Stadt Bakuba, 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad, erschüttert. Nach letzten Berichten sollen dabei außer dem Selbstmordattentäter zwei Menschen getötet und 26 weitere verletzt worden sein.

HB BAKUBA. „Ein Selbstmordattentäter in einem Auto hat die schnelle Eingreiftruppe der Polizei angegriffen“, sagte Leutnant Brian Elliott von der 4. US-Infanteriedivision. „Es hätte viel schlimmer kommen können, wenn das Auto in das Gebäude gelangt wäre“, fügte er hinzu.

Ein Polizeisprecher in Bakuba sagte, er habe gesehen, wie das Auto auf die Polizeistation zugerast und etwa 15 Meter vor deren Eingang explodiert sei. Die Polizei habe das Fahrzeug beschossen, aber der Fahrer habe nicht angehalten. Offenbar habe er seinen Fuß am Gaspedal festgebunden, um sicherzugehen, dass das Auto selbst dann beschleunigt, wenn er getötet würde.

Wie die Polizei mitteilte, habe sie unmittelbar vor der Explosion mit dem Fahrer gesprochen und ihm mitgeteilt, das Areal zu verlassen, da es sich um eine Sicherheitszone handele. Der Fahrer habe mit Akzent gesprochen und nicht irakisch geklungen.

In Bakuba waren am Freitag mehrere Menschen bei einem Selbstmordanschlag vor einer schiitischen Moschee getötet worden. Im November waren bei zwei Autobombenanschlägen auf Polizeiwachen in der Stadt sowie einem nahe gelegenen Ort mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden.

Die Stadt liegt rund 65 Kilometer nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad im so genannten sunnitischen Dreieck, das als Hochburg des Widerstands gegen die US-geführten Besatzungstruppen gilt. Die USA machen für die Anschläge Anhänger des früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein und ausländische Freischärler verantwortlich.

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