Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.01.2010

13:43 Uhr

Totschlag

Blackwater-Mitarbeiter vor Gericht

Wegen der Tötung zweier Afghanen müssen sich Blackwater-Mitarbeiter nun vor Gericht verantworten. Die Männer sollen nach einem Verkehrsunfall in Kabul ohne Grund auf die Einheimischen gefeuert haben.

Blackwater-Mitarbeiter im Nahen Osten: Anklage wegen Totschlages. ap

Blackwater-Mitarbeiter im Nahen Osten: Anklage wegen Totschlages.

HB WASHINGTON. Zwei frühere Mitarbeiter der umstrittenen privaten US-Sicherheitsfirma Blackwater sollen wegen der Tötung von zwei Afghanen zur Rechenschaft gezogen werden. Wie das Justizministerium in Washington mitteilte, wurden Christopher Drotleff und Justin Cannon am Donnerstag vor einem US-Gericht wegen Totschlags und versuchten Totschlags angeklagt.

Den beiden 29 und 27 Jahre alten Männer hatten am 5. Mai vergangenen Jahres nach einem Verkehrsunfall in der afghanischen Hauptstadt Kabul das Feuer auf ein anderes beteiligtes Auto eröffnet. Zwei Afghanen kamen ums Leben, ein dritter wurde verletzt. Die Amerikaner gaben später an, sie hätten sich angegriffen und bedroht gefühlt und daher aus Notwehr gehandelt.

Die Angeklagten arbeiteten für eine Tochterfirma von Blackwater. Sie sollten die US-Armee bei der Ausbildung afghanischer Soldaten unterstützen. Das US-Unternehmen ist wiederholt wegen umstrittener Methoden und Aktionen in die Schlagzeilen geraten. So sollen im September 2007 Blackwater-Mitarbeiter laut Augenzeugenberichten in Bagdad 17 irakische Zivilisten getötet haben. Die irakische Regierung entzog der Firma daraufhin die Lizenz. Ein Gerichtsverfahren gegen fünf Mitarbeiter in diesem Fall platzte Ende 2009.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×