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26.02.2004

12:50 Uhr

Trajkovski kümmerte sich um albanische Minderheit

Porträt: Boris Trajkovski

Er galt als politischer Hoffnungsträger des erst 1991 selbstständig gewordenen Mazedonien. Während der erste Staatspräsident Kiro Gligorov noch mit dem früheren kommunistischen jugoslawischen System verbunden war, war mit Trajkovski am 15. Dezember 1999 ein Vertreter der unbelasteten jüngeren Generation an die Spitze des Staates gerückt.

HB SKOPJE. Der 47-Jährige hatte sich wiederholt Kritik seiner mazedonischen Landsleute zugezogen, weil er sich um die Probleme der albanischen Minderheit im Lande gekümmert hatte. Dabei hatte er sich vom extremen Nationalisten zu einem geachteten Verhandlungspartner der Albaner gewandelt.

Der Jurist hatte nach dem Studium in Skopje seine berufliche Karriere als Leiter der Rechtsabteilung des mazedonischen Bauunternehmens Sloboda begonnen. Seine politische Arbeit startete er 1998 als stellvertretender Außenminister. Als Staatspräsident hat er versucht, sein kleines Land aus der politischen Isolation in Richtung Europa zu führen.

Durch mehrere Studienaufenthalte in den USA hatte er ein besonderes Verhältnis zu Amerika entwickelt. Die Europäische Union (EU) sah in dem Vater von zwei Kindern einen westlich orientierten Vermittler zwischen der mazedonischen Mehrheit und der albanischen Minderheit, die bis zu einem Drittel der rund zwei Millionen Einwohner stellt.

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