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01.02.2013

07:07 Uhr

Transatlantische Freihandelszone

Die Vereinigten Staaten des Westens

VonGabor Steingart

Die Gründung einer transatlantischen Freihandelszone würde für Amerika und Europa Wohlstandsgewinne bringen. Und an die staatskapitalistischen Länder wie China ein Signal der Freiheit senden. Ein Essay.

Die Vereinigten Staaten des Westens sollten keine Vision bleiben.

Die Vereinigten Staaten des Westens sollten keine Vision bleiben.

DüsseldorfEs gibt keine Großmacht, die ihre Entstehung nicht einer Idee verdankt. Die Macht folgt den Ideen, nicht umgekehrt. Und fast alle geschichtsmächtigen Ideen klingen anfangs irreal und zuweilen auch ein bisschen verrückt.

Viele dachten, die mittellosen Siedler aus England, Irland, Deutschland und Frankreich, die einst den Atlantik querten, sollten doch froh sein, dass sie die Passage von der Alten in die Neue Welt überlebt hatten. Die Siedler dachten größer. Heute steht auf dem Fundament, das sie legten, die mächtigste Nation der Welt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schien der Aufbau einer europäischen Union mehr als utopisch. Konrad Adenauer und Charles de Gaulle fühlten sich davon nicht entmutigt, sondern angespornt. Heute teilen wir uns ein europäisches Parlament, eine europäische Währung und jede Menge Probleme.

Auch in China erlebten wir die wundersame Kraft einer Idee. Es war die Idee vom Wohlstand für alle: "Es ist egal, ob die Katze schwarz oder weiß ist. Hauptsache, sie fängt Mäuse", rief der Reformer Deng Xiaoping seinen Landsleuten zu. Heute steht in China die kraftvollste Exportmaschinerie der Welt.

Die Zeit für eine neue Idee ist gekommen. Wobei man sich schon wie ein Hochstapler vorkommt, die Idee von der westlichen Einheit eine Vision zu nennen. Denn die Gründung der Vereinigten Staaten des Westens, eines Staatenbunds, der auf gemeinsamen Idealen und Interessen beruht, der ohne Nationalhymne und Grenzbefestigungsanlagen auskommt, der von freiem Handel und Austausch lebt, bricht nicht mit der bisherigen Entwicklung unserer beiden Kontinente, sondern schreibt sie fort.

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Die Chancen für echten Freihandel zwischen Europa und den USA wachsen, Merkel und Obama meinen es ernst. Davon würde nicht nur die Industrie profitieren, sondern vor allem der Verbraucher auf beiden Seiten des Atlantiks.

Kommentare (83)

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Karl

01.02.2013, 07:58 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: http://www.handelsblatt.com/netiquette

Ratatat

01.02.2013, 08:16 Uhr

Der Author tut mir Leid. Er erinnert mich an die sovietischen Funktonären.

Das Wort "Freiheit" bedeutet nicht, was er denkt, das es bedeutet. Niemand ist frei solange andere Menschen sein Leben bestimmen.

DerBerner

01.02.2013, 08:26 Uhr

Die Flagge ähnelt der Betsy Ross Flagge, die offizielle „Erste Flagge“ der Vereinigten Staaten (1776). Sie hatte 13 Sterne und wie heute noch 13 Streifen. Auf der Fotomontage sind die 12 Sterne der EU-Flagge drauf. Zur Zeit der Betsy Ross Flagge gab es noch die Sklaverei! Unter so einer Flagge möchte ich nicht leben!

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