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20.08.2015

15:18 Uhr

Transitroute

Mazedonien erklärt wegen Flüchtlingskrise Ausnahmezustand

Mazedonien liegt auf der Route vieler Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa. Das Land fühlt sich überfordert - und erklärt den Ausnahmezustand.

Flüchtlinge warten an der Grenze in Gevgelija in Mazedonien. dpa

Auf dem Weg nach Europa

Flüchtlinge warten an der Grenze in Gevgelija in Mazedonien.

Gevgelija/Skopje Angesichts der Flüchtlingskrise hat Mazedonien am Donnerstag den Ausnahmezustand ausgerufen. Die Regierung erklärte in Skopje, der „verstärkte Druck“ auf die südliche Landesgrenze sowie eine verstärkte Zuwanderung von Flüchtlingen aus Griechenland machten dies erforderlich. Um die "Krise" zu bewältigen, müsse die Grenzregion besser kontrolliert werden, auch durch den Einsatz des Militärs. Es gebe „massive illegale“ Grenzübertritte von griechischer Seite aus.

Die Regierung in Skopje hatte erst kürzlich Hilfe von der Europäischen Union wegen der vielen Flüchtlinge verlangt. Mit Blick auf den Nachbarn Griechenland sagte Innenminister Mitko Cavkov, die EU sei in der Pflicht, weil das „Problem“ in Mazedonien aus einem EU-Mitgliedstaat importiert werde. Sein Land verfüge über keine ausreichenden Kapazitäten, um alle Flüchtlinge zu erfassen. Hilfsorganisationen schätzen, dass jeden Tag mehr als 2000 Menschen illegal die griechisch-mazedonische Grenze überqueren.

Kommentare (7)

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Herr Vitto Queri

20.08.2015, 15:38 Uhr

>> Das Land fühlt sich überfordert - und erklärt den Ausnahmezustand. >>

Die haben es noch nicht kapiert 1

Siegen Lernen heißt von Merkel lernen !

Die geht dem Flüchtlingsproblem ganz einfach mittels eines Ausflugs samt Regierungskabinett auf Steuerzahlerkosten nach Brasilien !

Herr Vitto Queri

20.08.2015, 15:39 Uhr

aus dem Weg natürlich !

Herr Josef Blomenkamp

20.08.2015, 16:09 Uhr

Ich habe ja eine diebische Freude, daß Mazedonien es sich "leisten" kann, so zu Handeln.

Das Land ist zwar Beitrittskandidat, aber ich könnte mir vorstellen, daß es derzeit wenig Interesse hat, Mitglied einer solchen EU zu werden.

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