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14.11.2015

19:25 Uhr

Trauer, Entsetzen, Solidarität

Die Welt reagiert entschlossen auf Terror von Paris

VonKatharina Slodczyk, Axel Postinett, Helmut Steuer, Regina Krieger, Martin Kölling, Pierre Heumann

Die Anschläge von Paris schockieren die Welt. Großbritannien kündigt an, die „giftige Ideologie des IS“ auszumerzen. Russland sucht den Schulterschluss im Kampf gegen den Terror. Und Italien weint mit den Franzosen.

Großbritanniens Premier prüft das weitere Vorgehen. ap

David Cameron

Großbritanniens Premier prüft das weitere Vorgehen.

BerlinGroßbritannien: „Schockiert, aber entschieden“

Großbritanniens Premier David Cameron sagte laut BBC, die Bedrohung durch die Terrormiliz IS werde immer heftiger. „Wir in Großbritannien sind mit derselben Bedrohung konfrontiert“, betonte er und kündigte an: „Wir werden unsere Bemühungen steigern, diese giftige und extremistische Ideologie auszumerzen.“ Angesichts der Terrorattacken in Paris werde Großbritannien seine Pläne, wie man auf so etwas reagiere, überprüfen und versuchen, Konsequenzen aus dem ziehen, was in der französischen Hauptstadt passiert. Die Angriffe seien der schlimmste Gewaltangriff, den Frankreich seit dem zweiten Weltkrieg erlebt habe. Großbritannien stehe mit Frankreich Seite an Seite – „schockiert, aber entschieden“. Er betonte weiter: „Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass auch Briten zu den Opfern zählen. Und wir werden tun, was wir können, um denen zu helfen, die Hilfe brauchen.“

Das britische Außenministerium teilte mit, man sei dabei herauszufinden, ob Briten von den Attacken in Paris betroffen seien. Die Zuggesellschaft Eurostar will die Verbindung zwischen Großbritannien und Frankreich auch nach den Attacken in Paris aufrechterhalten. Das Unternehmen bat Reisende aber, eine Stunde vor Antritt ihrer Reise, und damit eher als sonst, am Bahnhof zu erscheinen.

Die Fluggesellschaft British Airways (BA) warnte vor Verspätungen auf Grund aufwendigerer Sicherheitskontrollen. Sowohl BA als auch Eurostar boten ihren Kunden an, ihre Tickets oder Fahrkarten nach Paris umtauschen zu können, falls sie angesichts der Ereignisse nicht mehr nach in die französische Hauptstadt reisen wollten.

Die britische Polizei hat indes verstärkte Kontrollen etwa an Häfen und bei Großveranstaltungen angekündigt und parallel dazu die Bevölkerung zu mehr Wachsamkeit aufgerufen. Medienberichten zufolge wurde der nördliche Terminal des Londoner Flughafens Gatwick evakuiert – wegen eines „verdächtigen Pakets“.

Paris nach den Anschlägen: Der Krieg hat die Franzosen eingeholt

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Der Krieg hat die Franzosen eingeholt

Nach dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ lebten die Pariser in der Illusion, zur Normalität zurückkehren zu können. Doch nach dieser Nacht des Grauens ist alles anders. Ein Rundgang durch Paris im Zeichen des Terrors.

Boris Johnson, Bürgermeister von London, hat nach den Terrorangriffen in Paris die dortige Bürgermeisterin Anne Hidalgo kontaktiert. „Ich habe ihr heute morgen geschrieben, um den Schock und die Trauer von Millionen von Londonern zu übermitteln“, sagte er später. „Wir sehen Paris als unsere Partnerstadt an. Wir sind zwei Hauptstädte, die durch gemeinsame Werte vereint sind – Freiheit, Offenheit und Toleranz.“ Die Menschen, die die Attentate begangen haben, hätten diese Werte nicht, so Johnson weiter. „Aber sie werden nicht ans Ziel kommen. Sie müssen und werden besiegt. Und wir stehen in London bereit, um alles zu tun, was in unserer Macht steht, um in einem Kampf zu helfen, der uns alle betrifft.“ Katharina Slodczyk, London

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