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09.04.2011

15:04 Uhr

Treffen der Finanzminister

Schäuble sieht Griechenland-Gefahr noch nicht gebannt

Seit Wochen halten sich die Gerüchte: Kann Griechenland trotz des EU-Hilfspakets seine Verschuldung doch nicht bewältigen? Finanzminister Schäuble hat Bedenken. Auch die umstrittene Frage der Umschuldung bleibt offen.

Finanzminister Wolfgang Schäuble auf einer Konferenz. Quelle: dpa

Finanzminister Wolfgang Schäuble auf einer Konferenz.

GödöllöBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Zweifel, ob das Rettungspaket für Griechenland ausreicht. Athen will mit zusätzlichen Privatisierungen von 50 Milliarden Euro seine Schuldentragfähigkeit erhöhen, dafür gewährten ihm die Euro-Länder einen Zinsabschlag für die Notkredite. „Ob das ausreicht, wie das weitergeht, wird man sorgfältig beobachten“, sagte Schäuble am Samstag auf einem EU Finanzministertreffen in Gödöllö bei Budapest.

Das vor einem Jahr beschlossene Rettungsprogramm mit 110 Milliarden Euro Notkrediten sieht vor, dass sich Griechenland ab Mitte 2012 wieder selbst am Anleihenmarkt mit Geld versorgt. „Darüber wird man spätestens im Juli wieder reden müssen“, sagte Schäuble in Gödöllö. Dass Athen in den kommenden Jahren einen großen Refinanzierungsbedarf habe sei bekannt, und deswegen seien auch die Laufzeiten für die Notkredite verlängert worden. „Ob das ausreichen wird, kann auch die griechische Regierung nicht abschließend sagen", erklärte Schäuble.

Der Frage nach einer etwaigen Umschuldung Griechenlands wich der Minister aus. Die Euro-Staaten hätten bewiesen, „dass wir jederzeit für neue Probleme kooperative Lösungen finden“. Laut einer Vorabmeldung des „Spiegel“ erwägen mehrere Finanzminister der Währungsunion eine Restrukturierung der Athener Schulden. „Der Spiegel“ berichtete, bei einer Telefonkonferenz der Finanzminister am vergangenen Woche sei es zum Streit gekommen über diese Frage zwischen einigen Ministern und dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet. Einige Minister hätten die Frage gestellt, ob eine Umschuldung nicht sinnvoll sei. Trichet habe dies abgeblockt mit der Begründung, dass Banken mit vielen griechischen Staatspapieren eine Schieflage drohe. Schäuble halte die Rücksicht der Notenbank auf die Banken für übertrieben. In Kreisen der Euro-Zone hieß es aber, eine Umschuldung Griechenlands sei derzeit kein Thema sei. So sagte etwa EU-Finanzkommissar Olli Rehn in Gödöllö, er schließe eine Umschuldung Griechenlands aus.

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

09.04.2011, 18:50 Uhr

Man versucht uns wieder einmal zu erklären, daß an auch gute Geschäfte allein mit den Löchern im Schweizer Käse machen kann. Man kann mit eienm gewöhnlichen Taschenrechner nachrechnen, daß es für Giechenland real kein Entrinnen aus der Schuldefalle gibt, die Maastrecht-Kriterien nicht einmal in zehn Jahren eingehalten werden können. Griechenland wird sich so oder so zum "Sozialfall" entwickeln, wie Portugal, weil kein Investitionsklima zustande kommen wird, das für langfristig angelegte technologielastige Produktionen den BOden bilden könnte. Außedem werden die "Guten", gut Ausgebildeten und Motivierten nicht abwarten, sondern das Land verlassen, wie in der Vergangenheit auch. Im Falle sich anbahnender Strukturkrisen muß gegengesteuert werden, "ehe das Kind in den Brunnen gefallen ist", im Falle Griechenlands hat sich die ganze Familie mit versenkt, also kein Grund zur Hoffnung. Warten wir auf den nächsten Akt des teueren Narrenspieles.

MikeM

09.04.2011, 19:40 Uhr

Die schlimmste Gefahr für Deutschland ist leider immernoch nicht gebannt: Wolfgang-100.000-DM-Schäuble!

Account gelöscht!

10.04.2011, 11:56 Uhr

Wie kriege ich Deutschland am Schnellsten kaputt ? Genau so, wie es gerade gemacht wird.

- Kompetenzen an das bürokratische Brüssel abgeben, damit hat das Volk in D garnichts mehr zu sagen

- Bürger-Geld verbrennen mit Inflation, damit verringern sich auch die Staats-Schulden, super

- Migranten in die Sozialsysteme laufen lassen, damit wird das Heimatgefühl der Deutschen zerstört und sie haben garkeine Lust mehr auf Nachwuchs

- Staats-Milliarden abzweigen in die EU-Nachbar-Staaten

- GEZ-Sender ausstatten mit nervtötendem linkem Erziehungs-Fernsehen, Kochserien und "Kessel Buntes"

- vor den Wahlen Versprechen und gleich danach Brechen

- jeden Tag den Deutschen erzählen, dass sie alternativlos vergreisen und aussterben

- die fleissige Mittelschicht auspressen, belügen und ignorieren. Die sind auch von alleine fleissig.

Demokratie steht auf dem Kopf, Deutschland wird "gestaltet" von oben, wie es den Designern gefällt.

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