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23.01.2005

10:08 Uhr

Treffen in einem europäischen Land

Friedensgespräche um Aceh vereinbart

Die Rebellen in Aceh und die indonesische Regierung wollen sich zu Friedensgesprächen treffen - vermutlich am Donnerstag in Finnland.

HB BERLIN. Vier Wochen nach dem Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra haben die Regierung in Jakarta und die Rebellen der Provinz Aceh Friedensgespräche vereinbart. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf gut informierte Kreise in Indonesiens Hauptstadt.

Die Gespräche sollen demnach kommende Woche in einem europäischen Land stattfinden. Alles deute darauf hin, dass das Treffen am Donnerstag in Finnland stattfinden werde, hieß es.

Die Regierung habe es sich zum Ziel gesetzt, mit den Rebellen in Aceh eine Vereinbarung über den dauerhaften Status der Provinz zu treffen.

Die Bewegung Freies Aceh (GAM) kämpft seit 1976 für die Unabhängigkeit der Provinz im äußersten Nordwesten von Indonesien. Im Dezember 2002 vereinbarten beide Seiten einen Waffenstillstand, der im Mai 2003 beendet wurde. Damals begannen die indonesischen Streitkräfte, gegen die Rebellen vorzugehen.

Der indonesische Präsident Susilo Yudhoyono hat nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr eine Friedenslösung für Aceh als Ziel seiner Regierung ausgegeben. Seit dem Seebeben vom 26. Dezember gilt ein inoffizieller Waffenstillstand, um Hilfsmaßnahmen für die Opfer der Flutkatastrophe nicht zu behindern.

Allerdings hält sich die indonesische Armee nicht immer an die vereinbarte Waffenruhe. Seit dem 26. Dezember seien 208 Rebellen der Unabhängigkeitsbewegung getötet worden, teilte am Sonntag Generalstabschef Ryumizard Ryacudu mit. «Wir waren gezwungen, diese Leute zu erschießen, weil sie die Sicherheit störten.»

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