Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.09.2013

22:41 Uhr

Treffen in Litauen

Euro-Gruppe will über Slowenien beraten

ExklusivSlowenien ist hoch verschuldet und plant, zwei Banken zu schließen. Die Euro-Finanzminister wollen auf ihrem Treffen in Litauen am kommenden Freitag auch darüber beraten, heißt es aus Kreisen der Euro-Gruppe.

Slowenien macht der strauchelnde Bankensektor zu schaffen, der Staat will zwei Banken schließen. Darüber will die Euro-Gruppe beraten. dpa

Slowenien macht der strauchelnde Bankensektor zu schaffen, der Staat will zwei Banken schließen. Darüber will die Euro-Gruppe beraten.

BerlinBei dem Treffen der Euro-Finanzminister am Freitag in Litauen soll einem Zeitungsbericht zufolge auch über die Lage der Banken im hoch verschuldeten Slowenien gesprochen werden. Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem habe den slowenischen Finanzminister um einen entsprechenden Bericht gebeten, berichtete das Handelsblatt (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Kreise aus der Euro-Zone. Hintergrund sei die Ankündigung Sloweniens, erstmals zwei Banken zu schließen.

In der Euro-Zone gebe es immer größere Zweifel, ob Slowenien die insgesamt klaffende Kapitallücke von rund 7,5 Milliarden in den Bilanzen der 18 in Slowenien aktiven Banken ohne fremde Hilfe schließen könne, schrieb die Zeitung. Vor allem die Europäische Zentralbank (EZB) sei daran interessiert, dass Slowenien einen Hilfsantrag beim Euro-Rettungsfonds ESM stelle.

Ein EZB-Sprecher lehnte am späten Mittwochabend eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Beschluss der Notenbank: Zwei slowenische Banken werden abgewickelt

Beschluss der Notenbank

Zwei slowenische Banken werden abgewickelt

Slowenien will vermeiden, zu einem zweiten Zypern zu werden. Um die finanzielle Stabilität zu sichern, sollen zwei kleine Banken abgewickelt werden. Die Ersparnisse der Anleger seien trotzdem sicher.

Sloweniens Notenbankchef Bostjan Jazbec hatte am Freitag angekündigt, die beiden kleinen privaten Banken Factor Banka und Probanka abzuwickeln. Die Anleger würden ihre Ersparnisse nicht verlieren. Dies stelle der Staat sicher. Mit der Schließung wolle man verhindern, wie Zypern zu enden.

Slowenien stemmt sich dagegen, Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm in Anspruch nehmen zu müssen. Vor allem die staatlichen Banken machen dem Staat zu schaffen. Deren faule Kredite über rund 7,5 Milliarden Euro entsprechen mehr als einem Fünftel der Wirtschaftsleistung des Landes. Das einst rasant wachsende Slowenien steckt wegen niedriger Exporte, einer Kreditklemme und einer geringeren Binnennachfrage in der Rezession.

Von

rtr

Kommentare (18)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

11.09.2013, 23:22 Uhr

"Das einst rasant wachsende Slowenien steckt wegen niedriger Exporte, einer Kreditklemme und einer geringeren Binnennachfrage in der Rezession."

Das ist es ja eben: der heutige (Kindergarten/Bubble)Ökonomen-Mainstream kann nicht mehr (organisches) Wachstum von Größenänderung durch Aufblasen unterscheiden. Durch die nicht durch reale Bedürfnisse und Fähigkeiten künstlich geweckte Nachfrage (in Slowenien befeuert durch zu billige Verfügbarkeit von zu hartem Geld) entsteht aber Güterproduktion, die nicht zu halten sein wird (Scheinwohlstand). Die durch Ponzi-Finanzierung immer weiter aufgestaute und so hinausgeschobene Bereinigung der herbeigedopten Kapitalfehlallokationen wird einen deflationären Tsunami verursachen, der um so größer sein wird, je länger den maßlosen Gelddruckern/Infllationisten/Kreditverschlechterern nicht Einhalt geboten wird.

WEITSEHER

11.09.2013, 23:25 Uhr

Es riecht wieder nach Hilfen. Der unaufhaltsame Riss zieht immer neue Verästungen durch die EU. Einmal krachts.

deraufklaerer

12.09.2013, 00:07 Uhr

Schäuble und Co sind alles Lügner und Blender. Vor 2 Wochen hieß es doch noch, wie toll sich die Eurozone wirtschaftlich entwickelt. 0,3% Wirtschaftswachstum!!! Klasse!
Aber die negativen Nachrichten können nicht unterdrückt werden. Dafür ist bereits zu viel Druck im Kessel. Griechenland will die Rentenzahlungen um bis zu 30% senken. Frankreich erzielt eine höhere Neuverschuldung als erwartet, etc. Schäuble hat fertig!!!
Wann wacht der Michel auf??? Es gibt am 22.09. EINE ALTERNATIVE zu wählen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×