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28.05.2017

14:33 Uhr

Treffen mit Trump

Macrons Händedruck war nicht unschuldig

Der feste Händedruck von Emmanuel Macron und Donald Trump beim Nato-Gipfel in Brüssel am vergangenen Donnerstag erregte Aufmerksamkeit. Nun äußert sich Frankreichs Staatschef in einem Interview zu der Geste.

Donald Trump (l) und Emmanuel Macron schütteln sich Eröffnungszeremonie des neuen Nato-Hauptquartiers fest die Hand. Macron wollte damit zeigen, dass er keine Zugeständnisse machen werde. dpa

US-Präsident Trump beim Nato-Gipfel

Donald Trump (l) und Emmanuel Macron schütteln sich Eröffnungszeremonie des neuen Nato-Hauptquartiers fest die Hand. Macron wollte damit zeigen, dass er keine Zugeständnisse machen werde.

ParisFür den französischen Präsidenten Emmanuel Macron war der viel kommentierte Handschlag mit seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump in Brüssel mehr nur als eine harmlose Geste der Begrüßung. Der Händedruck sei nicht unschuldig gewesen, sagte Macron der französischen Sonntagszeitung „Le Journal du Dimanche“ in einem Interview. Er sei ein Moment der Wahrheit gewesen. Der feste Händedruck beider Staatschefs beim Nato-Gipfel in Brüssel am vergangenen Donnerstag erregte besondere Aufmerksamkeit.

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Unberechenbar und ohne Rücksicht auf Konventionen: So gibt sich Donald Trump gerne. In Brüssel hat der US-Präsident dies nun erneut gezeigt – mit einer Verbal-Attacke auf Deutschland und einem rüden Schubser.

Damit habe er zeigen wollen, dass er keine kleinen Zugeständnisse machen werde, auch nicht symbolischer Art, erklärte Macron. Donald Trump sowie die Präsidenten der Türkei und Russlands würden eine Logik des Kräftemessens verfolgen, die ihn nicht störe. Er glaube jedoch nicht an die Diplomatie der öffentlichen Schmähung, sondern an den bilateralen Dialog. Er werde nichts durchgehen lassen, nur so könne man sich Respekt verschaffen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Holger Narrog

29.05.2017, 08:07 Uhr


Frankreich hat sich traditionell gerne mit den USA angelegt. Meistens waren es symbolische Akte. Eine Massnahme, die Umwandlung der Dollarguthaben in Gold durch Charles De Gaulles in den 60er Jahren hat den USA weh getan.

Sachlich ist die Bevölkerung der USA mittlerweile 6 x grösser als die Frankreichs, die Wirtschaftsleistung ein 10-faches.

Hauptursache ist wohl dass sich Frankreich immer noch bedeutender und grösser empfindet als dies angesichts der nackten Zahlen zu erwarten ist.


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