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22.10.2011

13:05 Uhr

Troika-Bericht

Das griechische Finanzdrama

Noch bis zu zehn Jahre ist Griechenland lang auf internationale Hilfskredite angewiesen, schätzt der jüngste Bericht der Troika-Experten. Dem krisengebeutelten Land drohen weitere Einschnitte.

Griechenland braucht laut Troika zehn Jahre weiterhin Unterstützung. dpa

Griechenland braucht laut Troika zehn Jahre weiterhin Unterstützung.

BrüsselBittere Nachrichten für Griechenland und seine Unterstützer: Das Land wird wohl noch bis zu zehn Jahre lang am Tropf internationaler Hilfskredite hängen. Zu diesem Schluss kommen in ihrem jüngsten Bericht die Troika-Experten, die in Griechenland alle paar Monate die Bücher prüfen und die Athener Regierung auf ihre Versäumnisse hinweisen. Für die Griechen ist das ein harter Schlag. Seit anderthalb Jahren wird ihnen inzwischen unter internationaler Aufsicht eine Sparmaßnahme nach der anderen auferlegt.

„Wann wieder Zugang zu den Finanzmärkten besteht, ist schon an sich unsicher“, halten die Experten der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) in ihrem Report fest, über den sich am Freitagabend in Brüssel die Euro-Finanzminister beugten. Angesichts von voraussichtlich über Jahre anhaltend hoher Schulden müsse damit gerechnet werden, dass internationale Unterstützung zum Füllen von Finanzlöchern bis zum Jahr 2021 nötig ist.

Das heißt auch: Noch lange muss Griechenland beweisen, dass es wie gefordert spart, Staatsbesitz verkauft, Beamte entlässt und Renten kürzt. Diese Prozedur zerrt schon jetzt mächtig an den Nerven der Griechen. Regelmäßig stehen Busse, Fähren und Flugzeuge still, weil die Gewerkschaften das Land mit Streiks lahmlegen. Wütend gehen immer wieder Tausende auf die Straßen - gegen die eigene Regierung, gegen die von der EU abverlangten Einschnitte. Aber auch in vielen Euro-Ländern wächst der Unmut, Athen weiteres Geld zu überweisen.

Zur Zeit fliegen vor der Überweisung der jeweils nächsten Rate alle drei Monate die Troika-Experten ein, um die Fortschritte zu prüfen und Nachbesserungen zu verlangen - eine regelmäßig wiederkehrende Zitterpartie, die zu Frust in Griechenland und bei den Euro-Partnern sowie schwankenden Börsenkursen führt. Damit soll Schluss sein. Deutschland ist der Ansicht, dass Athen unter Daueraufsicht gestellt werden muss.

Kommentare (9)

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Thomas-Melber-Stuttgart

22.10.2011, 13:35 Uhr

Das wird nix mehr.

Account gelöscht!

22.10.2011, 14:11 Uhr

Mit Sicherheit wurden die Zinsflüsse vergessen und, was noch viel wirkungsvoller ist, der so erzeugte Geldmangel in den betroffenen Wirtschaften der Geberländer.
Für die schwächelnden Eurostaaten ist das ein wunderbares Referenzobjekt.

lowabras

22.10.2011, 14:37 Uhr

Leute lest nicht mehr dieses Regierung Propaganda Organ, lest was journalistisch korrekt ist und Objektiv, lest Deutsche Mittelstands Nachrichten, hier der aktuelle Bericht zu diesem Thema:
++Neue Horrorzahlen++,Troika-Geheimpapier: Griechenland braucht bis zu 55 1Milliarden Euro!
Bei: http://steuerembargo.co.de/news/item/42-neue-horrorzahlen-,troika-geheimpapier-griechenland-braucht-bis-zu-551-milliarden-euro.html

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