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05.07.2013

14:53 Uhr

Troika

Durchbruch bei Verhandlungen in Athen in Sicht

Ungewohnt positiv und optimistisch äußern sich die Kontrolleure der Geldgeber am Freitag. Ihre Verhandlungen drehen sich um die verlangten Reformen von Griechenland – und um die Auszahlung von weiteren Milliarden.

Beim wichtigsten Thema, der sogenannten „Mobilitätsreserve“, scheint ein Durchbruch bevorzustehen. dapd

Beim wichtigsten Thema, der sogenannten „Mobilitätsreserve“, scheint ein Durchbruch bevorzustehen.

AthenIm Tauziehen bei den Verhandlungen der Geldgeber-Kontrolleure um die verlangten Reformen von Griechenland scheint ein Durchbruch in Sicht. „Alles läuft gut“, sagte einer der Kontrolleure der Geldgeber der Nachrichtenagentur dpa am Freitag - für die ansonsten verschwiegenen Prüfer eine ungewöhnlich positive Aussage.

Die Verhandlungen mit der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) sollten bis Sonntag weitergehen. „Wir rechnen mit einem guten Ende nach der Sitzung der Eurogruppe am Montag“, sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums in Athen der dpa.

Es geht um die Auszahlung einer weiteren Kredittranche von 8,1 Milliarden Euro bis Ende Juli. Beim wichtigsten Thema, der sogenannten „Mobilitätsreserve“, in die mindestens 12 500 Staatsbedienstete geschickt werden sollen, scheint ein Durchbruch unmittelbar bevorzustehen.

Verwaltungsreformminister Kyriakos Mitsotakis hat nach Informationen aus seinem Ministerium am Freitag den Kontrolleuren genau aufgeführt, aus welchen Bereichen diese Angestellte kommen sollen. Einige sollen in eine Art Reserve bei reduzierten Bezügen gehen. Andere sollen in andere Behörden versetzt werden, wo es an Personal mangelt.

Wie die Nachrichtenagentur dpa erfuhr, sollen 3500 Kommunalpolizisten zur regulären Polizei versetzt werden. Rund 5000 Lehrer sollen auch in dieses „Karussell“ der Versetzungen oder Entlassungen aufgenommen werden. Der Rest soll aus verschiedenen anderen Behörden kommen. Die Troika soll bereit sein, einem Aufschub bis September bei den endgültigen Entscheidungen zuzustimmen.

Von

dpa

Kommentare (10)

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BaburderBiber

05.07.2013, 15:25 Uhr

Nimmt eigentlich irgendwer das abgekartete und dermassen vorhersehbarers Affentheater der Troika-Besuche noch wahr oder gar ernst?

Ludwig500

05.07.2013, 15:26 Uhr

Langsam nutzt sich die Witzigkeit der Troika ab. Dieses ständige auf und ab von Entrüstung und Einigung ist nicht mehr spannend.

Am Ende ist die Troika immer guter Dinge und rückt immer die Kohle raus. Ist ja nicht deren Geld, was sie da in den Orkus kippen. Und wenn die Kohle verbraucht ist (das einzige, wo die Nehmerländer sehr schnell sind) wird wieder nachverhandelt, werden aus Reformen Reförmchen, und dann geht das Spiel von vorne los. Immer schön abwechselnd, Griechanland, Zypern, Portugal...

Vicario

05.07.2013, 15:33 Uhr

Zitat : „Alles läuft gut“, sagte einer der Kontrolleure der Geldgeber der Nachrichtenagentur dpa am Freitag - für die ansonsten verschwiegenen Prüfer eine ungewöhnlich positive Aussage.

- übersetzt heißt es, die Griechen haben ihre Aufgaben gemacht,

DIE FAKELAKIS gut bestückt und verteilt,

und jetzt kann auch wieder das Steuergeld fliessen....Alles wie gehabt !

Same Procedure As Every Year !!!

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