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20.03.2014

07:41 Uhr

Troika einigt sich mit Krisenstaat

Griechenland bekommt neue Luft zum Atmen

Die Details waren schwierig, doch zuletzt stand der Konsens: Die Troika sieht Griechenland auf Kurs, Athen werde die Defizite ausgleichen, signalisiere Stabilität. Der Krisenstaat darf nun wohl auf die Geldgeber hoffen.

Die Bürger wollen, dass die Troika sich aus den Landes-Angelegenheiten heraushält und protestieren während des Aufenthaltes der Experten. Mit der Regierung des Landes sind diese vorerst zufrieden. ap

Die Bürger wollen, dass die Troika sich aus den Landes-Angelegenheiten heraushält und protestieren während des Aufenthaltes der Experten. Mit der Regierung des Landes sind diese vorerst zufrieden.

BrüsselNach monatelanger Hängepartie haben Griechenlands Regierung und die internationale Gläubiger-Troika in ihren Gesprächen über die Voraussetzungen neuer Milliardenkredite eine Grundsatzeinigung erzielt. Die Finanzexperten der EU-Kommission, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) erklärten am Mittwochabend, dass die Regierung in Athen mit ihrer Haushaltsbilanz auf gutem Wege sei, die Voraussetzungen des Kreditprogramms zu erfüllen. Die erzielte Übereinkunft werde „in den kommenden Wochen“ von den Euro-Finanzministern und dem IWF-Exekutivrat unter die Lupe genommen. Nur sie können weitere Milliardenkredite für Griechenland genehmigen.

„Die Verhandlungen haben lange gedauert, weil es um komplizierte Fragen geht“, hatte die EU-Kommission am Dienstag erklärt. Tags darauf wurde der Durchbruch dann offiziell verkündet: In der Troika-Mitteilung hieß es, Griechenland werde seine Haushaltsziele für das laufende Jahr voraussichtlich erfüllen. Die griechische Wirtschaft beginne sich langsam zu erholen, wichtige Strukturreformen kämen voran, und die Regierung in Athen sei gewillt, die Stabilität des Bankensektors zu gewährleisten. Allerdings seien die Banken des Landes angesichts der Vielzahl von ihnen gehaltener fauler Kredite noch nicht ausreichend kapitalisiert.

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Die griechische Regierung kann nun auf mindestens 8,5 Milliarden Euro hoffen, wie EU-Diplomaten vorab angekündigt hatten. Ursprünglich hätte die Rate aus dem zweiten Hilfsprogramm für das finanziell angeschlagene Euro-Land schon im vergangenen Jahr freigegeben werden sollen. Da Griechenlands Regierung die im Hilfsprogramm festgelegten Reform- und Sparauflagen nicht zur Zufriedenheit der Troika erfüllte, reisten die Experten zwischendurch jedoch ab und unterbrachen die Gespräche. Zuletzt war in den Reihen der Eurogruppe die Ungeduld mit Athen vernehmbar gewachsen.

Von

afp

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

20.03.2014, 08:13 Uhr

Zitat : Griechenland bekommt neue Luft zum Atmen

- ja wie jetzt, die Griechen waren doch schon seit JAHREN auf dem Guten Weg...........?

Wie kommt es jetzt, dass sie keine Luft zum Atmen hatten ?

Unfassbar und erbärmlich !

Account gelöscht!

20.03.2014, 08:16 Uhr

Zitat : Die griechische Regierung kann nun auf mindestens 8,5 Milliarden Euro hoffen, wie EU-Diplomaten vorab angekündigt hatten.

- woher kommt das Geld, H. Schäuble ?

Account gelöscht!

20.03.2014, 09:06 Uhr

Und wann werden die Milliarden zurück gezahlt?

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